Zivilcourage: Was tun im Notfall?

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Je öfter man in der Stadt unterwegs ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Tages einen Notfall zu erleben, in dem Zivilcourage gefragt ist. Doch was bedeutet das eigentlich? Was wird von einem erwartet und wie verhält man sich richtig?

Die Polizei hat für kritische Situationen sechs praktische Regeln aufgestellt, die beim Eingreifen helfen sollen. Als erstes ist es wichtig, zu helfen ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Sind gewaltbereite Personen erkennbar übermächtig, sollte man sich andere Umstehende zur Hilfe holen. Und auch in anderen Notfällen, zum Beispiel erster Hilfe bei einem medizinischen Notfall, ist es immer gut, andere aktiv um Hilfe zu bitten.

Wird man Zeuge eines Verbrechens sollte man immer ganz genau hinschauen. Besondere Merkmale des Täters helfen den Ermittlern später ungemein. Auch eine genaue Beschreibung des Tathergangs ist für die Aufklärung sehr wichtig. Daher sollte man sich unbedingt bei der Polizei melden, um sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen.

Im Notfall gilt es immer möglichst schnell den Notruf der Polizei (110) oder der Feuerwehr und Rettungsdienste (112) zu betätigen. Das kostet nichts und je schneller die Einsatzkräfte alarmiert werden, desto schneller ist auch Hilfe vor Ort.

Während man auf die Retter wartet, sollte man sich um mögliche Opfer kümmern. Auch, wenn man sich keine medizinische Versorgung zutraut. Kleine Dinge können in so einer Situation oft schon viel bewirken.

Grundsätzlich gilt: Wer Zeuge eines Verbrechens oder eines medizinischen Notfalls wird, darf niemals wegsehen. Auch, wenn vermeintlich genug andere Menschen anwesend sind, ist es wichtig sich zu überwinden und als erster zu helfen. Wie viel man helfen kann, hängt von der Situation ab. Aber den Notruf kann und sollte in einem Notfall jeder wählen.