Werkschau Nachwuchskurzfilm #5 – Kurzvorstellung: Call of Beauty von Brenda Lien

Diese Reihe hat sich zum Ziel gesetzt, einen Blick auf die Szene des deutschen Kurzfilm-Nachwuches zu werfen und die Werke junger Filmschaffender einzuordnen und ihre ersten Schritte in der Filmlandschaft mit diesen Texten zu ergänzen. Der Versuch dieser Reihe ist es, eine persönliche Handschrift aus ihren von mir gesammelten Werken zu extrahieren und ihre persönliche Weltsicht, die Vision du monde, sichtbar für interessierte Leser*innen zu machen.

In dem kommenden Format der Kurzvorstellung (in der es statt um ein ganzes Oeuvre nur um ein singuläres Werk von Filmschaffenden gehen soll) steht dabei  der Kurzfilm “Call of Beauty” von Brenda Lien. im Zentrum.

Biographischer Abriss: Brenda Lien, geboren im Jahrgang 1995, arbeitet als unabhängige Filmemacherin und Komponistin. Ihre Arbeiten wurden auf renommierten Filmfestivals weltweit gezeigt (u.a. Berlinale Shorts, den internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, Aspen Shortsfest und Palm Springs Short Film Festival) und mehrfach ausgezeichnet. Daneben liefen ihre Filme aber auch – und das betone ich, um an die vorherigen Artikel anzuknüpfen –  auf Filmfestivals in der deutschen Nachwuchsszene und jenen, die schon Gegenstand der letzten Artikel über junge Filmemacher*innen waren: Der Werkstatt der jungen Filmszene oder dem Up-and-Coming Film Festival – nur um mal zwei konkrete Beispiele herauszugreifen.

“Call of Cuteness” stand bei den “Short Animation” -Oscars 2018 auf der langen Liste und wurde für den Deutschen Kurzfilmpreis 2017 nominiert. “Call of Comfort” gewann den Deutschen Kurzfilmpreis 2018. Im Jahr 2019 nahm Brenda Lien zudem an der Veranstaltung Berlinale Talents teil. Derzeit studiert sie an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Ihre Mentorinnen für sie waren insbesonders die Professorinnen Mariola Brillowska und die 2019 verstorbene Prof. Rotraut Pape, die Brenda als Künstlerin inspirierten und ermutigten.

© Silvan Spohr

Eine Einführung

Nun fällt es mir ein bisschen schwer erste und einführende Worte über das Schaffen von Brenda Lien zu verlieren. Nicht etwa, weil es zu wenig darüber zu sagen gäbe, ganz im Gegenteil, denn es steckt ein großer Reichtum in ihrem künstlerischen Schaffen, der auch über das rein Filmische hinausragt und sich bis hin zur Videokunst und zu eigenen kuratierten Ausstellungen zieht, sondern es ist bereits viel über Brenda Lien geschrieben worden, an manchen Tagen, an denen ich über diesen Zeilen saß, dachte ich sogar zu viel, um überhaupt noch etwas zu ergänzen, dass nicht schon gesagt wurde. Zahlreiche Interviews und Zeitungsartikel füllen die Seiten von der Newsseite auf Google, Dennis Vetter von Kurzfilmagazin Shortfilm.de widmete ihr mit “Brenda Lien – Erzählen vom Kino” ein eigenes und ausführliches Porträt, das die persönlichen Themen und Obsessionen der Filmemacherin innerhalb eines wissenschaftlichen Rahmens sehr präzise zusammenfasst, bei Arte gab es dagegen im Rahmen des Kurzfilmagazins “Kurzschluss” dann auch noch ein aufschlussreiches Interview mit der Filmemacherin selbst – sowie für einen kurzen Zeitraum auch ihre drei zentralen Kurzfilme, die Call-of-Trilogie, zu sehen.

Das bringt einen zur Frage, was man selbst noch ergänzen kann. Ich habe mich nun dazu entschieden keinen vollständigen Überblick über Brenda Liens gesamtes Schaffen zu geben, das haben andere wie gesagt schon viel besser getan, sondern nur einen Film aus ihrem Schaffen vorzustellen und persönliche Gedanken zu diesem Werk, “Call of Beauty”, zu formulieren. Wie beim letzten Mal also wird dies eine Kurzkritik zu einem einzelnen Kurzfilm – aber immer noch mit einer kurzen Einführung dieser Künstlerin.

Brenda Liens Filme und ihre Vision

Brenda Lien führt bei ihren Filmen nicht nur die Regie, in den meisten ihrer Kurzfilmen übernimmt sie neben den typischen Ergänzungen von Produktion und Drehbuch auch noch die Musik, notfalls auch eine Kamera sowie die eindrücklichen Animationen, die man zum Beispiel in “Call of Cuteness”” bewundern kann. Für Brenda Lien schlugen stets zwei Künste in ihrem Herzen – der Film und die Musik. Am Ende dieses Kampfes, ihrer künstlerischen Selbstsuche in der Oberstufe, gewann schließlich der Film die Schlacht, die Musik rückte in den Hintergrund, nichtsdestotrotz komponiert sie weiter für ihre eigenen Filme sowie auch manchmal für die Filme anderer (zum Beispiel die Filme von Lotta Schwerk) Stücke. Diese Liebe zur Musik merkt man auch ihren ersten Gehversuchen im Medium Film an, deren Dramaturgie oft wie ein musikalischer Fluss wirkte. Brenda Liens erste Kurzfilme, zum Beispiel ihr impressionistisch anmutender Film “Selbstdarstellung”, der im Jahre 2013 beim Up- and Coming lief, bilden Momentaufnahmen oder Stimmungsbilder in einer kunstvoll experimentellen Form ab. Als Künstlerin mag sie übrigens gerne serielle Sachen sowie Concept Art.

Mit Youtube ist sie aufgewachsen. Das ist der zentrale erste Satz, den man in den meisten Interviews oder Berichten über Brenda findet. Youtube und die sozialen Medien werden folglich auch zu dem Spannungsfeld in ihren Kurzfilmen. In ihren Filmen spiegelt sich eine Faszination für die schnelllebige digitale Welt wider von Facebook und Instagram. So ist die Idee ihrer “Call of”-Trilogie (Call of Beauty, Call of Cuteness, Call of Comfort) auch beliebte Internetphänomene (Beautyvideos, Katzenvideos & ASMR-Videos) zu nehmen und zu fragen, was diese mit uns und unserer Kultur oder Gesellschaft machen. Diese drei Werke sind Kurzfilme zwischen Utopie und Dystopie, die vor allem an den Grautönen ihrer Szenarien interessiert sind und das etwa als grelle Satire, als unterkühlt bis verspieltes Zukunftsmodell oder als kaltblütige Abrechnung mit den Internet-Phänomenen erzählen. Es sind auch sonst bis dato immer wieder Versuchsanordnungen, die wir im Schaffen von Brenda Lien finden. Aber mit diesen Filmen will Brenda nicht aufhören.

Denn sie kann sich auch vorstellen Einzelausstellungen mit Installationen für ihre Filme zu machen beziehungsweise sie hat es auch schon gemacht. Es geht ihr darum, auch über den Film hinaus zu denken und durch eine Ausstellung auch einen neuen Blickwinkel schaffen oder gar erweitern zu können. Das hat mich übrigens an die kürzlich verstorbene Agnes Varda erinnert, die in ihrem Spätwerk ähnliches vollbrachte.

In diesem Sinne träumt Brenda auch von Remixen von ihren Filmen, das heißt, dass ein Film für sie nie vollendet ist, sondern sich immer weiter entwickeln kann, das jemand dort ansetzt, wo sie aufgehört hat und dem Werk einen neuen Anstrich verpasst/verpassen kann, die Filme leben weiter – wie bei Memes, wie bei einem Kommentar unter dem Kommentar in den sozialen Medien. Filme sollen bei ihr pulsieren dürfen, deren Herz nach ihrer Fertigstellung noch weiter schlagen und somit in einem stetigen Fluss der Kreativität bleiben, das ist ein Geben und Nehmen, wenn man so will im Sinne der Kunst.  

Ein weiteres Thema, das Brenda Lien wichtig ist, ist die Diversität beim Filmemachen. Sie selbst versteht sich als feministische Filmemacherin, die sich für ein Kino einsetzt, das Diversität fördert, um Stereotype oder deren Verbreitung zu verhindern. Dies gilt sowohl vor als auch hinter der Kamera. Diversität bedeutet für sie Qualität. Sie möchte mit ihren Filmen auch Lebenswelten darstellen, den Blick der Zuschauer erweitern und ihnen die Augen öffnen. Folglich kann man Brenda Liens Filme auch als Porträts von Frauenfiguren und den Umgang mit der Gesellschaft lesen (dies trifft insbesondere auf “Der gekerbte Raum aus Stein gegen ein Ideal aus Glas” zu). Aber auch “Call of Beauty” erzählt die Geschichte zweier Frauen, die in ein Rollenkorsett gesteckt werden und versuchen diese Erwartung an sich zu erfüllen. Derzeit arbeitet Brenda Lien an ihrem Diplomfilm und ihrem ersten Langspielfilm, in dem es um eine arbeitssüchtige Musikerin gehen wird, die ein Burnout erleidet und ihr Kindheitstraumata aufarbeiten muss.

Nun sind wir ein bisschen abgeschweift und haben einen kurzen Überblick über die Themen und Positionen von Brenda Lien erhalten, nun soll es aber wieder zurück zum eigentlichen Gegenstand gehen, einem Einzelteil aus ihrer Trilogie, “Call of Beauty”, dessen Titel von dem Kriegsspiel “Call of Duty” abgeleitet ist, und für Brenda ein aggressives, schädliches Männerbild vertritt. Mit “Call of Beauty” wollte sie dem wiederum einen Film gegenüberstellen, der sich mit dem ebenfalls toxischen, selbstausbeuterischen und selbstlimitierenden Frauenbild der Schönheitsindustrie und deren Community auseinandersetzt.

Call of Beauty [2016 | 8 Minuten]

© Brenda Lien

Eine Kamera wird eingeschaltet. Die Lichter leuchten grell in die Richtung unseres Blickwinkels. Dahinter erstreckt sich nur tiefe Finsternis und dann geht das Spiel nach dem ersten, zugeben etwas grotesk erscheinenden Warmmachen der zwei Protagonistinnen (Lili Ullrich & Anabel Möbius) vor der Kamera los und Beautyprodukte werden den Zuschauer*innen vorgeführt. Brenda Lien zeigt daraufhin eine große Lust daran, das mitunter täuschend authentisch zu bebildern und trotzdem überhöht wiederzugeben, durch den zackigen Schnitt, das unheilvoll im Hintergrund donnernde Sounddesign sowie am Ende dieser Sequenz mithilfe eines kurzen Freezes einer Darstellerin etwas hinter dieser grellen Fassade anzudeuten, denn etwas findet in diesem kurzen Moment im Kopf dieser Figur statt, das wir noch nicht fassen können, aber der Film uns mehr und mehr darlegen wird. Ein Wandel wird in einer der beiden Youtuberinnen stattfinden.

Das, was ich immer an diesem Film von Brenda Lien bewundert habe, ist seine Konsequenz, mit der seine Prämisse, der Blick hinter den Schein, durchzieht. Cuts im Schnittprogramm werden als Gewehrsalven vertont und die Protagonistinnen erinnern mit ihren Schönheitsmasken im Anschluss an das Video an monsterhafte Gestalten. Damit ist dieser Film auch irgendwie dem Horrorfilm nah. Gemeint ist damit vor allem das Kino des David Cronenberg und seines Bodyhorrors, das sich in der Gestalt der Youtuberinnen widerspiegelt. Spielen tut dieser Film an einem regelrechten Nichtort, in einer seltsamen Zwischenwelt, einem Raum, der ein Nichts ist, sondern nur von Dunkelheit umhüllt ist und in dem den beiden Hauptfiguren nichts anderes geblieben ist als ihre Handys und ihr Schnittrechner. Fast erinnert diese abstrakte Szenerie – spinnt man sie ein bisschen weiter – an ein dunkles Gemäuer aus Horrorfilmen, in dem die Gespenster von Youtube ihr Unwesen treiben. Jacques Tourneur wäre zumindest von diesem Einsatz der Dunkelheit und gerade dem, was Brenda Lien nicht zeigt, begeistert gewesen. Da bin ich sicher.

Die Farben sind in dieser tiefen Dunkelheit aber umso greller und betonen den düster satirischen Charakter des Films. Brenda Lien meinte, dass sie sich bei der visuellen Gestaltung des Films von der Grellheit von Harmony Korines “Spring Breakers” inspirieren ließ, obgleich sie kein allzu großer Fan des Films gewesen wäre, und seine filmischen Mittel zum Teil für diesen Film adaptierte, sodass die grotesk grell ausgeleuchtete Realität dieses Films unwirklicher erscheint als die Bilder aus dem Internet. Wir befinden uns in diesem Film wie in einem Brutkasten, in dem alles dicht beieinander ist, man fühlt sich innerhalb dessen bedrückt und wie gefangen.

© Brenda Lien

Das deckt sich wohl auch mit dem Gefühl der Protagonistinnen, die Gefangene des Youtube-Systems sind. Man mag einen gewiss Spott gegenüber diesen Figuren verspüren, Brenda aber fügt hinzu, dass sie diese Figuren nicht verurteilt. Schon einmal hat Brenda Lien einen kleinen parodistischen Film über Youtube-Szene gedreht, das war mit 15 Jahren. Jetzt wollte sie sich gar nicht mehr wirklich über diese Szene und gerade diese Frauenfiguren lustig machen, ihr Anliegen ist in diesem Kurzfilm – ohne den persönlichen Vergleich zu haben – ernster geworden, sagt sie und sie hätte versucht einen Kurzfilm zu machen, der dramaturgisch einer Argumentationskette gleicht und bei der sie die einzelnen Aspekte abwägen kann und drumherum das Zwischenmenschliche zwischen diesen Figuren skizziert. Denn für sie würden diese Frauen immer noch sich selbst unabhängig produzieren und damit ihren Erfolg haben, aber um weiterhin Erfolg haben zu können, müssen sie sich den Regeln des Kapitalismus beugen. So würden sie von der Gesellschaft und Zuschauerschaft in eine ganz bestimmte Richtung gedrängt werden, bei der die Frage ist, ob es wirklich das ist, was sie wirklich sein wollen. Aber sie haben damit Erfolg. Ein Teufelskreis.

Der Kurzfilm inszeniert also ein Spiel mit dem Schein und dem Sein, zeigt die Diskrepanz der Youtuberinnen – wie ich schon schrieb, auf sehr originelle Weise – vor und hinter der Kamera auf, wo vor allem über Taktik, Methode und Schönheitswahn geredet wird. Wir sehen diesen beiden Youtuberinnen zu, wie sie Teil dieser Maschinerie geworden sind, Angebote und Verträge bekommen, aber für das Produkt für das sie werben eigentlich von sich aus kein Interesse zeigen. Es hat fast etwas dokumentarisches, wie Brenda Lien, trotz ausdrucksstarker Mittel, die sich in der Gestaltung wiederfinden, diesen Film erzählt. Das Werk dokumentiert und beobachtet die beiden Figuren und lässt sie mit einem Blick von außen miteinander agieren. Wir als Zuschauer*innen spielen Mäuschen in diesem selbst gebauten Verließ, das sich die beiden jungen Frauen errichtet haben.

Und so ist es für Brenda Lien auch ein vergleichsweise stiller Stil, den sie hier verfolgt, dies ist bis dato ihr konventionellster Film, der didaktisch und verständlich argumentativ vorgeht, und seine kammerspielartigen Beobachtungen sehr geradlinig und zielgerichtet erzählt. Das darf man aber nicht als Schwäche auffassen, sondern es ist gerade die Schönheit dieses Films, das er in diese vermeintlich einfache Dramaturgie immer wieder Zeichen und Irritationen einbaut, die zum interpretieren einladen oder das Korsett eines konventionellen Films etwa übersteigen oder sprengen. Es ist also ein konzentriert inszenierter Kurzfilm, der für Zuschauer*innen eine surreal erscheinende Welt kritisch offenlegt, eine, mit der Brenda Lien aufgewachsen ist und deren Entwicklung sie seit ihrer Gründung miterlebt hat. Von dem Moment, wo einfach alle alles posteten bis hin zum kommerziellen Youtube von heute, das zum Fernsehen der jungen Menschen geworden ist, aber von undurchsichtigen Algorithmen gesteuert wird und deren Inhalte von Werbefirmen geformt werden. Authentizität wird instrumentalisiert und den Protagonist*innen dieser Welt wird eine Maske aufgesetzt. In Brenda Liens Kurzfilm “Call of Beauty” folgt nun das feministische Erwachen einer ihrer Protagonistinnen, die beginnt das alles zu hinterfragen und beginnt sich ihre Maske abzureißen –  eine Interpretation von vielen Interpretationsmöglichkeiten. Denn die Frage, die am Ende stehen bleibt, mit einem intensiven Blick in die Kamera, dürfte sein, was sich nun hinter ihrer Maske für ein Wesen entpuppt.

Von was für einem Kino träumst du? Was ist deine Vision für die Zukunft? Was wünschst du dir vom Kino?

Für audiovisuelle Produktionen jeder Art – Kino, Serien, Musikvideos, YouTube-Videos, Videospiele, bis hin zur Pornografie – wünsche ich mir mehr Diversität, und zwar vor und hinter der Kamera. Letzteres natürlich mit dem Wunsch, dass dadurch auch das, was vor der Kamera passiert, aus Blickwinkeln erzählt wird, die von dem heteronormativen Male Gaze abweichen und Stereotype brechen und hinterfragen, statt sie zu reproduzieren. Das ist Schritt eins. Schritt zwei wäre, dass Merkmale wie z.B. Geschlecht, Hautfarbe oder sexuelle Orientierung keinen Einfluss z.B. bei der Vergabe von Filmförderungsgeldern machen – aber so weit sind wir leider im Moment noch nicht. Ich wünsche mir eine Frauen*-Quote bzw. eine Förderung von Filmprojekten, die besonderen Wert auf eine diverse, ausgeglichene Crew und Besetzung legen – oder, um das noch weiter zu spinnen: Projekte, die fair produziert werden und sich für ein grünes Set einsetzen. Generell sehe ich immer mehr mediale Produkte, die sich sozialen Fragen widmen oder in ihrem Produktionsprozess miteinbeziehen – und damit großen Erfolg haben! Ich hoffe, dass sich dieser Trend hält bzw. dass die Gatekeepers der Filmindustrie endlich verstehen, dass es ein Publikum dafür gibt und politische oder generell „andersartige“ Kunst nicht nur als finanziellen Risikofaktor, sondern als Mehrwert gesehen wird, der förderungswürdig ist. Es muss meiner Meinung nach auf Seiten der Gatekeepers, aber auch der Filmschaffenden ein größeres Bewusstsein dafür entstehen, was für eine Meinungsbildende Kraft von audiovisuellen Medien ausgeht und was für eine gesellschaftliche Verantwortung dadurch auf sie zufällt. Das Private ist politisch – genauso denke ich, dass jede kleine Entscheidung beim Filmemachen politisch ist und aktivistisch genutzt werden kann. – Brenda Lien

Die Filmographie:

Langeweile ohne 5 vor 12, 2012

Selbstdarstellung, 2012

Der gekerbte Raum aus Stein gegen ein Ideal aus Glas, 2015

Call of Beauty, 2016

Call of Cuteness, 2017

Call of Comfort, 2018