Werkschau Nachwuchskurzfilm #2: Max Schäffer – Der anonyme Protagonist

Lesezeit: 21 Minuten

Diese Reihe hat sich zum Ziel gesetzt, einen Blick auf die Szene des deutschen Kurzfilm-Nachwuches zu werfen und die Werke junger Filmschaffender einzuordnen und ihre ersten Schritte in der Filmlandschaft mit diesen Texten zu ergänzen. Der Versuch dieser Reihe ist es, eine persönliche Handschrift aus ihren von mir gesammelten Werken zu extrahieren und ihre persönliche Weltsicht, die Vision du monde, sichtbar für interessierte Leser*innen zu machen. In dem kommenden Text geht es um die Kurzfilme von Max Schäffer.

Biographische Einordnung: Max Schäffer studierte den Bachelor Szenische Künste in Hildesheim und Paris. Im Moment studiert er den Master Mediendramaturgie in Mainz und arbeitet seit Januar 2018 beim ZDF in der Redaktion des Kleinen Fernsehspiels. Dort betreut er mehrere Dokumentarfilm- und Webserienprojekte. Sein bisher letzter Kurzfilm ist “Mein Fenster” , dieser entstand in Kooperation mit dem Festival “IHME Vision” in Hannover und ist sein fünfter Kurzfilm. Seine Kurzfilme gewannen viele verschiedene Preise, u.a. auf den Nachwuchsfestivals FiSH in Rostock, dem ambitionierten Nachwuchsfestival filmreif! sowie dem Bundes.Festival.Film oder dem FILMZ Festival in Mainz.

Max Schäffer

Ich gebe zu Protokoll: Sofort hatten mich die Filme von Max Schäffer nicht infiziert. Es brauchte seine Zeit und vor allem einen geweiteten Blick auf mehrere seiner Filme bis ich mich von seinen Film fasziniert zeigte. Das erste Mal verlief unspektakulär. Ich sah einen Film, namentlich “Persona”, auf einem Kurzfilmfestival, bemerkte den Titel (weil: Ingmar-Bergman-Aficionado, obgleich der Film mit diesem Herrn überhaupt nichts zu tun hat), nickte den Film ab und vergaß ihn wieder. Bei 90 Filmen, die man schon mal bei so einem Kurzfilmfestival zu Gesicht bekommt, ist das nichts besonderes. Erst als ich lange Zeit später einen ganz besonderen zweiten Film von Max sah, machte es Klick bei mir (Anmerkung des Autors: Ganz stimmt das nicht, es war der dritte Film von ihm, aber zur Vereinfachung der Geschichte bleiben wir doch lieber bei diesem Mythos).

Dieser Film war “Mein Fenster”, von dem ich bis heute behaupten kann, dass es Max’s schönster und liebevollster Film ist, bei dem sich auch Max’s Persönlichkeit als Filmemacher oder Mensch am ehesten herauslesen lässt. Das ist die eine Sache. Die Andere war, dass nach dem ich den Film gesehen hatte, sofort Verbindungen zwischen “Persona” und “Mein Fenster” zog. In “Persona” geht es um die Möglichkeit mithilfe einer App, seine Identität und folglich sein Aussehen konstant nach Belieben zu ändern. “Mein Fenster” handelt davon, dass in der digitalisierten Welt von Morgen eine Schaufensterpuppe arbeitslos wird. Beide Filme sind in einer subtil dystopischen Zukunftswelt angesiedelt, die unserer Realität schon sehr nahe kommt und von Max überaus alltäglich bebildert wird, dass der Grat zwischen Fiktion und kommender Wirklichkeit ein zunehmend schmaler zu werden scheint. Es sind beides satirische Filme, die einen komischen, aber nachdenklichen Blick auf die Welt von Morgen werfen, ohne, dass sie sich in Pomp oder Kulisse verlieren (wie es leider die meisten Nachwuchsfilm, die ein Sci-Fi-Setting wählen, als Bestreben zu haben scheinen). Für mich gehören beide Filme zusammen, weil ich immer fand, dass diese Filme in ein und derselben Welt spielen würden, dahingehend aber verschiedene Blickwinkel einnehmen (ob das intendiert ist oder nicht, spielt erneut keine Rolle).

Es gibt da etwas in diesen Filmen, einen Zusammenhang, der sie aneinander bindet und wo sich eine persönliche Weltsicht ergibt, auf die ich im folgenden Text gerne näher eingehen möchte. Ich habe in meinem letzten Artikel darüber geschrieben, dass es nicht immer das Ziel dieser Reihe sein soll, eine ganze Filmographie zu durchblicken, sondern auch vereinzelte Werke im Fokus stehen soll. Bei Max möchte diesen Fall gerne anwenden und mich vor allem auf diese beiden bemerkenswerten Filme, “Persona” und “Mein Fenster”, stürzen. Das heißt nicht, dass ich seine anderen drei Filme von dieser Untersuchung komplett ausklammern möchte. Ganz im Gegenteil: Auch seine anderen Werken werden am Anfang und am Ende Einzug in diesen Artikel erhalten, um den Schaffensweg und die filmische Entwicklung von Max Schäffer zu beschreiben und zu verstehen, wo seine Filme begannen und wo sie schließlich gelandet sind. Sie werden aber von mir nicht so ausführlich besprochen wie die weiter oben genannten, sollen aber Ansätze für die späteren Kurzfilme liefern, zementieren und bestätigen (oder eben das genaue Gegenteil davon tun, wer weiß)*. Denn bei Max Schäffer und seinen Gedankenspielen im Format eines Kurzfilms findet man nicht immer alles an der Oberfläche, dazu sind sie wohlgemerkt zu dezent. Man muss sich ein bisschen eingraben, um die Verknüpfungen zwischen den Film verstehen zu können.

(*P.S.: Dass mit den nicht ausführlichen Besprechungen der anderen Filme ist das dann doch am Ende ein bisschen anders gekommen…)

Erste Schritte

Eigentlich wollte ich zunächst nicht über die früheren Filme von Max schreiben, weil sie mir persönlich zu wenig gaben, als, dass sie für mich innerhalb des Konzeptes der Reihe von Relevanz gewesen wären. Dennoch habe ich mich nun vor kurzem entschieden, sie dennoch zu integrieren, weil sie – wie ich schon sagte – einen Weg beschreiben, der von fast schon trocken-dokumentarischer Abbildung von Filmrealitäten mehr und mehr zur Abstraktion seiner Ideen führte. Um das nachzuvollziehen, braucht man diese ersten Kurzfilme. Er möge mir verzeihen, dass ich mit diesen Filmen so hart ins Gericht gehe.

25fps [2014 | 20 Minuten]

Beginnen wir mit “25fps”. Der Film erzählt die Geschichte eines alten Regisseurs (Aljoscha Stradelmann), der für seine Horrorfilme über Leichen geht. Eine junge Schauspielerin (Leonie Rainer), über die wir wenig erfahren, gerät in einen tödlichen Kreisel des Medium Films, in den sie ganz naiv hineinschlittert. Das in Schwarzweiß gedrehte Werk ist weder Fisch noch Fleisch. Definitiv kein Horrorfilm, höchstens eine schmalspurige Reflexion über das Genre oder viel allgemeiner noch die mediale Gewalt des Genres. Der Film stellt die Frage, was diese mediale Gewalt mit uns macht. Der Film spart bewusst Explizites aus und ist von dem Kino des Michael Haneke beeinflusst, in der Gewalt so dargestellt wird, dass sie nicht mehr unterhaltsam ist, um eine Reaktion beim Zuschauer zu erzeugen (vgl. “Funny Games” od. “Benny’s Video”).

Der Film von Max Schäffer möchte unheilvolle Andeutungen auf das spätere Ereignis schaffen, leider sind die Zeichen des Films nicht so gesetzt, dass sich daraus ein Rätsel ergeben würde. Alles liegt hier von Beginn an auf dem Präsentierteller, man wartet, dass man abgeholt wird, aber der Film bleibt in seiner Methodik zu dokumentarisch, zu trocken, um zu interessieren. Es ist ein zugegebenermaßen relativ unmotiviert erscheinender Film-im-Film, ein analoger Crowdfundingfilm, dem gerade seine zielstrebige Schlichtheit und Geradlinigkeit zum Verhängnis werden, weil sie nichts anderes zu Tage fördern als bekannte Motive zu zelebrieren, die schon weitaus origineller erzählt wurden. Der Film mutet komplett gewöhnlich an und kommt so lasch daher. Figuren werden über ihre Funktion definiert. Dieses Erstlingswerk verweist noch nicht auf seine späteren Werke, ist ein distanziert fotografiertes Etwas, das vor allem den Plot erzählen möchte, weniger die Figuren, die unbestimmt und vage bleiben, ohne, dass ich aus ihren Leerstellen ein Reiz ergeben würde. Der Film ist zügig erzählt, am Ende kann man aber nur mit den Schultern zucken. Leider.

Man sieht dem Tod bei der Arbeit zu. Das scheint als Leitgedanke hinter dem Film zustehen, der möglicherweise auch metaphorisch zu lesen ist. Der Regisseur filmt seine(n) Darsteller*innen zu Tode. Der Regisseur ist hier vielleicht als Parasit zu lesen, der für die Kunst über Leichen geht und der Zuschauer ist oftmals sein Voyeur. Freilich gibt es viele Filme, die das schon verhandelt haben (nichts anderes proklamierte auch Orson Welles in seinem zuletzt auf Netflix erschienen Werk “The Other Side of the Wind” oder auch schon Larry Cohen filmte mit “Hollywood Effects” ein ähnliches Sujet ab). Eine filmische Inspiration für den Film war des Weiteren Michael Powells “Peeping Tom”.

Auf die Idee dieses Films kam Max übrigens, als er sich mit gefilmter echter Gewalt über das Internet konfrontiert sah und für ihn die Bilder des Mediums seine Unschuld verloren hätten. Das Medium, zu dem er so eine enge Verbundenheit hatte, konnte unvorstellbares dokumentieren, konnte zerstören, konnte ambivalent sein. Das war seine Erkenntnis. Mit diesem Film wollte er gegen die Perversion der medialen Gewalt anfilmen, die für ihn nicht mehr zeitgemäß ist.

Die Geschichte bleibt aber eine vordergründige Oberfläche, die einer Idee zugrunde liegt, die schon zigfach in verschiedenen Werken ausgeschlachtet wurde und hinter denen dieser Film verschwindet. Entgegen meiner harschen Worte erntete der Film aber auf den Filmfestivals, auf denen er lief, viel Lob und regte zu Diskussionen. Folglich sollte nun jeder – durch das Glück, dass der Film online ist – sich seine eigene Meinung zum Film bilden und mir in diesem Sinne auch gerne widersprechen. Man achte dabei übrigens gerne auf das Motiv der wiederkehrenden Züge, die sich auf verschiedenen Ebenen am Anfang, im Mittelteil und Ende durch den Film ziehen und bis zum Schluss ein enigmatisches Bild bleiben, das uns vielleicht etwas über das vorbeiziehende Leben erzählen will.

Stets bemüht [2016 | 11 Minuten]

“Stets bemüht” ist ein Film über die Welt des Arbeitsmarktes. Der Mensch und das System des Kapitalismus, in dem jeder versucht der Beste zu sein und das Beste von sich zu präsentieren. Das ist im Kern das Thema dieses zweiten Films, der von dem bevorstehenden Bewerbungsgespräch des Protagonisten und Saubermanns Anton Weiss (Patrick Gees) erzählt. Der Film ist fast komplett als statisches Tableaux in einem Wartezimmer inszeniert. Inspiriert ist dieser Film von den Spätwerken Roy Anderssons, obgleich dieser Film dessen Skurrilität und Eigensinn ausklammert. Wir sehen im Grunde wie der Protagonist Opfer eines Systems wird, das von Falschheit und Täuschung dominiert wird, in dem das Spiel nie aufhört. Jeder versucht sich seinen Vorteil gegenüber dem Anderen zu verschaffen. Zwei Männer (Patrick Gees & Leon Hoge) sitzen im Wartezimmer vor dem Büro des baldigen Chefs und kommen miteinander ins Gespräch. Der Film wird zu einem Konkurrenzkampf zwischen Männern in Anzügen werden, deren Duell auf Dialogebene stattfindet. Es geht um eine Ellenbogenmentalität, das Beäugen der Beiden, um Schein und Sein, Freund- und Feindschaft.

Folglich zielt der Film auf die Dynamik dieser beiden Figuren ab. Es ist unauffällig inszeniertes, enorm dialoglastiges und statisch beobachtendes Werk, das zunehmend enthüllt, was hinter der Fassade seines Antagonisten steckt, nämlich Hinterhalt und Selbstzweck. Der Film ist leicht bekömmlich, inhaltlich gut verständlich und erneut zielt Max auf Geradlinigkeit ab, entdeckt dadurch aber wenig markantes. Es ist ein abgeschliffener Film, eine einfache Geschichte, die bekannte Phrasen zum Thema Jobsuche wiedergibt. Es ist ein bisschen Malen nach Zahlen, was wir hier sehen. Wirklich erhellend ist somit auch dieser Film für mich nicht, mag er auch immer wieder ein reizvolles Fragment einblenden, in dem Anton aus dem Wasser auftauchend gegen den Strom schwimmt (das Bild ist sogar selbst noch ambivalenter, meine Niederschrift der Szene auch schon Interpretation). Der Film zeigt aber zumindest den Status Quo, von dem die Filme von Max Schäffer starten und weitergehen werden. Es ist ein noch sehr durchschnittlicher Film, der sich zurückhält und nicht auffällt. Realität wird in diesem Film spröde 1:1 wiedergegeben. Oder zumindest hat man genau dieses Gefühl.

Die Idee wird – wie schon in “25fps” – sehr offensichtlich, sehr konkret wiedergegeben. Diese beiden Erstlinge prägt also ein beinahe dokumentarischer oder besser dokumentierender Duktus. Sie dokumentieren, aber abstrahieren ihre Ideen nicht und wirken dadurch so komplett nüchtern. Das heißt für mich: Es passiert nichts zwischen den Figuren und den Zuschauern. Es fehlt Nähe. Es wird beobachtet, aber nichts hinzugefügt. Dadurch wirken diese Filme schablonenhaft und letztlich – so ging es mir zumindest – leer. Es sind routiniert inszenierte Filme, aber in dieser Routine erscheinen sie beliebig. Immerhin passt die Umsetzung von “Stets bemüht” zur kalten Arbeitswelt, die erstarrt und distanziert erscheint. Diese Welt wird Max Schäffer übrigens auch in seinen kommenden Filmen bisweilen interessieren.

Das Problem scheint mir in seinen beiden Erstlingen zudem auch darin zu bestehen, dass sich Max in diesen Kurzfilmen auf andere Filmemacher beruft, zu denen aber seine unaufgeregte Herangehensweise nicht passt. Er stülpt seinen Filmen ein Gewand über, das nicht ihnen nicht steht. Seine Filme befinden sich in dieser Phase noch auf einer Sinnsuche, sind noch nicht bei sich selbst ankommen. Max filmt, was ihn interessiert und worüber er nachdenkt, seine Filme sind messageorientiert, aber in diesen Kurzfilmen scheint er noch keinen Weg zu einer eigenen Form gefunden zu haben. Die Kurzfilme versuchen Haneke und Andersson als Bezugspunkte zu wählen, berauben sie aber ihrer Identität, geben keine eigene hinzu und erscheinen folglich konventionell-austauschbar. Mit seinem kommenden Kurzfilm, der im Rahmen des Shooting Leipniz entstand, einem internationalen Kurzfilmprojekt des up-and-coming, in dem die Teilnehmer in fünf verschiedenen internationalen Filmteams Kurzfilme zur Persona des Philosophen Gottfried Wilhelm Leipniz produzieren, würde er sich aber – mit Hilfe eines anderen Filmregisseurs – wagen, einen Schritt nach vorne zu bewegen.

Persona [2016 | 7 Minuten]

Dieses Werk bildet nun eine Zäsur in Max Schäffers Schaffen ab. Es ist der erste Film, den er nicht als alleiniger Regisseur beschreitet, sondern in Zusammenarbeit mit dem russischen Nachwuchsregisseur Alexey Kamynin. Der Film geht auf beide Regisseure zurück. Max beschrieb die Anteile der Beiden in einem Q&A zum Film als 50/50 von jeder Seite. Beide brachten sich ein, beiden machten einen gemeinsamen Film. Der Film wurde dabei innerhalb von 10 Tagen in dem Shooting Leipniz Workshop hergestellt. Man habe am Anfang miteinander diskutiert und sich auf eine Fragestellung geeinigt. Die Idee des Films war über Identität zu erzählen, denn wie einst der Philosoph Leipniz meinte, auf dem der Workshop und die Themen der Filme basierten, bestehe die Welt in einer Einheit der Vielfalt. Eine Welt, die in diesem Film darin geeint sind, dass sie alle gleich sind, bloß einer nicht. Der Titel “Persona” verweist natürlich auf Ingmar Bergman. Aber das ist nicht weiter von Relevanz. Eine andere, zweite Ebene, sofern man sich mit dem Wort per Definition des Dudens nähert, lautet aber wie folgt: “In der Öffentlichkeit zur Schau getragenes, selbst inszeniertes Bild der eigenen Persönlichkeit” oder “eine virtuelle Kunstfigur; künstlich geschaffene Identität im Internet”.

Beide Definitionen treffen den Kern, worum es in diesem Film geht und zwar den Verlust der Identität. Durch eine App hat jeder die Möglichkeit ein Jedermann zu sein. In den Geschäften werden die Identitäten des snobistischen Künstlers oder der Meerjungfrau als Konsumgüter angeboten. Jeder verkörpert nur eine oberflächliche Version von sich selbst. Das Äußere ist anpassungsfähig geworden. Wenn man gleich aussieht, dann ist es zunächst befremdlich. Wenn niemand mehr zeigt, wer er selbst ist, wie viel ist es dann überhaupt noch wert man selbst zu sein? Diese Fragen stellt der Film innerhalb dieses dystopischen Settings, das zunächst mit einem augenzwinkernd leichten Schmunzeln beobachtet wird, mit einem Hang zur Ironie, was aber – je mehr wir in diese Welt eindringen – immer beklemmender wird. Der Film gibt uns einen Einblick, einen kurzen Ausschnitt, in dieses Szenario. Es ist keine Welt, in der man sich wohlfühlt, sondern eine entfremdete, vielleicht sogar entmenschlichte Welt, weil der Mensch selbst zu einem Produkt, zu einem Objekt des Konsums geworden ist. Der Mensch hat sein Äußeres verloren, über das Innere lernen wir in diesem Film nichts.

Es ist ein übersteigertes, aber uns nicht komplett fernes Szenario, das an die Gedankenspiele von der Serie “Black Mirror” erinnert, von der dieser Film auch definitiv inspiriert wurde. Wir sehen eine Welt der Anonymität, deren Farben kühl und fahl anmuten. Niemand weiß mehr, was echt oder falsch ist. Alles ist zu einer großen Illusion geworden. Alles ist täuschend. Damit bearbeitet der Film auch ein zeitgeistiges Thema: Die Entfremdung des Menschen von sich und seinem Körper, der für desolat erklärt wird. Es gibt nur noch den digitalen und duplizierbaren Menschen, wo jedes Modell seinen Nutzen hat. Der Mensch ist zur bloßen Hülle geworden und in diesem Universum erzählt der Film uns eine kleine, naive Geschichte eines noch nicht veränderten Mannes (Stephan Chamier), der versucht die Liebe (mehrfach fällt der Blick des Protagonisten auf eine junge Frau, die aber auch nicht die gleiche bleiben wird) zu finden oder vielleicht nur sich selbst – mit einem beiläufig-aufmerksamen Blick auf das, was in dieser Welt vorgeht.

Es ist ein Film, der sich sehr leicht zwischen Konvention und Experimentierlust bewegt. Max brachte mir gegenüber in einem Gespräch zum Ausdruck, dass Alexey ihm geholfen habe, einen neuen Weg einzuschlagen, das heißt gegen konventionelle Muster anzufilmen, mutiger zu sein und dem Zuschauer auch mehr zu zutrauen. Die Frage, die in dem Raum für Beide bei der Arbeit stand, war, wie man es anders machen kann. Und da ist der Film wirklich clever.

Seine erste Szene beginnt mit einem gewitzten Taschenspielertrick und einer Szene in einer Totalen: Ein junger Mann (Max Schäffer) steigt in einen Fahrstuhl, zu ihm steigt eine zweite Person, die ihm bis aufs Haar gleicht. Ein filmisch einfacher Trick, in dem man zweimal die gleichen Bilder hintereinander filmt und sie im Schnittprogramm vermeintlich korrekt aneinander schiebt und skaliert, der aber eine humorvolle Wirkung für Zuschauer haben kann. Diese beiden Doppelgänger beäugen sich kritisch. Der Fahrstuhl schließt sich. Die App wird gezückt und als sie wieder aussteigen, sind sie zu zwei äußerlich neuen Menschen geworden. Denn niemand möchte nur das Spiegelbild des Anderen sein. Damit hat der Film in wenigen Sekunden sein Thema vorgestellt. Danach wird sich der Film aber auf keinen der beiden fokussieren, sondern sich einen Protagonisten aus der Masse, auf der Straße. suchen, ganz zufällig, ohne Bestimmung. Dieser junge Mann hat sich dem System noch nicht angeschlossen, ist noch er selbst und wird gleichwohl von einem zunächst älteren Mann beim Versuch seine Straßenbahn zu erreichen, überholt. Denn dieser hat sich für diese Hürde in einen Marathonläufer verwandelt.

Max und Alexey führen mit einer Hingabe für alltägliche Beobachtungen durch diesen Film und dessen Leben in dieser Welt, die in Aussicht stellt, was mit uns passieren könnte. Der Film klammert sich nach seinem Beginn an seinen anonymen Protagonisten, über den wir nichts erfahren, den wir aber konstant in einer Gestalt sehen, anders als die Welt, die sich um ihn herum ständig im Wandel befindet. Er streift durch diesen Film, das Interessante ist aber, was dahinter liegt, was der Film da immer wieder am Rande, im Hintergrund entdeckt. Es sind kleine Details, die der Film mit Interesse und Neugier verfolgt. Die Plakate zu einer Party, zu der man nur Eintritt als Persona erhält oder eine Mutter, die sich in einen Clown verwandelt, um ihr Kind zu bespaßen. Der Film besteht aus vielen kleinen Einfällen und Durchmischungen, einem originellen Sammelsurium, das sich zu einem kleinen, aber stimmig konstruierten Universum formt. Und das schafft der Film in einer beachtenswerten Schlichtheit, die fern von effektorientierter Protzerei ist.

Der bodenständige und um Realitätsnähe bemühte Film beschränkt sich dabei aber stets auf das Wesentliche, auf die Wahrnehmung des Protagonisten und die des Zuschauers von dieser Welt in einer episodenhaft erscheinenden Struktur. Und er schafft es diese fast komplett über einen audiovisuellen Zugang zu erzählen. Denn gesprochen wird in diesem Film nicht viel. Er funktioniert als aktiv erzähltes Werk, das über seine Bewegung erzählt. Es ist eine locker eingefädelte Versuchsanordnung, die aber mehr und mehr unter die Oberfläche blickt. Zunächst staunen wir über die Möglichkeiten dieser App, zunehmend hinterfragt der Film aber die Wirkung des Ganzen, beginnt eine langsame Verschiebung von Leichtigkeit zu Nachdenklichkeit, die immer mehr in unser Bewusstsein dringt. Denn wir bekommen in diesem Film bewusst keine Charaktere zu sehen, sondern nur Folien, das, was man gerade sein will, aber vielleicht in Wirklichkeit im Inneren nicht ist. Wir sehen ein Puppenspiel, eine Maskerade und schließlich auch einen Film, der feststellt und den Verlust der Identität beklagt. Es ist kein lautes Werk, sondern es besticht durch seine Einfachheit und findet seine Nachdenklichkeit in der Stille, in dem, was er uns über die Bilder vermittelt, was zwischen den Zeilen uns sein Bedauern und Ängste mitteilt. Und bei all dem ist dieses Werk auch noch extrem kurzweilig zum anschauen. Das sollte auch mal gesagt werden. Der Parallelwelt von “Persona” werden wir auch in Max’s kommendem Film begegnen, bloß unter anderen Vorzeichen.

Mein Fenster [ 2017 | 12 Minuten]

“Mein Fenster “ erzählt erneut von dieser Parallelwelt, aber wählt dafür nun einen komplett anderen Blickwinkel, nämlich die Perspektive einer Schaufensterpuppe, die zum Protagonisten in diesem Film wird. Es ist der bewundernswerteste Film innerhalb des Schaffens von Max, ein Film, von dem ich immer wieder schwärmen könnte, weil der Film in seiner ganzen Einfach- und sogar Schablonenhaftigkeit stets etwas besonderes ausstrahlt. Etwas, das man nicht ganz fassen kann, aber was einen im Inneren berührt. Es ist der Film, von dem ich ausgehe, wenn ich über die Filme von Max Schäffer schreibe. Es ist der Ausgangspunkt, der mir “Persona” nahe brachte. Es ist nun schließlich das Werk, das eine Vision zum Ausdruck bringt. Max Schäffer ist mit diesem Film gereift. In diesem Film steckt ein großes Herz, aber auch eine große handwerkliche Souveränität und damit meine ich nichts anderes, als, dass da jemand sehr genau weiß, was für Bilder er wählt, was die Affekte und der Nutzen dessen sein werden. Es ist dabei ein kleiner und beinahe familiärer Film, in dem Max nicht nur Regie & Buch übernahm, sondern gleich auch noch Kamera sowie Schnitt. Er bezeichnet es als sein bis dato persönlichstes Werk. Es spielt zudem in seiner Heimatstadt.

Die Größe dieses Werkes besteht darin, dass er die Austauschbarkeit – was ich seinen Erstlingen ja zum Vorwurf gemacht habe – zum Prinzip seines Films erhebt. Der Film erzählt die Geschichte einer männlichen Schaufensterpuppe, die in einer zunehmend von digitalen Abbildern regierten Welt entlassen wird. Der Film erscheint wie eine Fortsetzung oder wie die Vorgeschichte von “Persona”. Hier sehen wir im Grunde den Anfang dieser Geschichte. Das Analoge verschwindet aus dem Sichtfeld des Menschen und wird durch digitale Projektionen ersetzt, die wir in anderer Form schon im Vorgänger bewundern durften. Darin besteht die Verbindung dieser beiden Filme, die sich ergänzen und verschiedene Blickwinkel auf das gleiche Thema geben, die menschliche Identität. Ironisch muss es also jedem erscheinen, der “Mein Fenster” sieht und die Schaufensterpuppe als menschlicher wahrnimmt als den Menschen (vgl. “Persona”) selbst.

Die Perspektive bringt einen originellen Blickwinkel in eine eigentlich generische Geschichte, die wir so ganz neu als Zuschauer erfahren können. Wir sehen eine Figur, die damit fertig werden muss in einer Welt zu leben, in der sie ausgemustert wurde. Das kann natürlich eine Metapher für die Arbeiterklasse sein, deren Arbeit zunehmend von Robotern übernommen wird oder einfach nur die Geschichte des Menschen, der in einer digitalen Welt zunehmend auf dem Jobmarkt keinen Anschluss mehr findet. Früher wurde die Schaufensterpuppe bewundert für die Kleidung, die sie trug. Die jungen Männer (Max Schäffer in Cameoauftritt) starrten sie mit großen Augen an, träumten so wie sie zu sein. Diese Zeit ist vorbei. Man muss neue Wege finden. Der Film bebildert eine Suche. Es ist die Sinnsuche des anonymen Protagonisten. Es ist eine Suche nach sich selbst. Denn wer kann diese Figur sein? Wo kann er seinen Beitrag in der Gesellschaft leisten? Er weiß nicht mehr weiter und sucht seinen Platz in der Welt, wird ihn aber lange nicht finden.

Es ist erneut ein sehr stilles Werk, das von leiser Wehmut durchzogen ist. Der Film geht vorsichtig vorwärts, Schritt für Schritt gibt er uns ein Gefühl des Alltags seines Protagonisten. Sein Protagonist sagt kein Wort. Ist aber im Stande zu weinen. Max behandelt diese außergewöhnliche Figur wie einen ganz normalen Protagonisten, dessen Alltag wir zunächst kennenlernen. Wir sehen ihn an der Bushaltestelle stehen, beim Fahren im Bus, dem Beisammensein mit seiner Familie vor dem Fernseher. Es ist wird uns ein traditionelles Bild geliefert bis er schließlich entlassen wird und sich neu erfinden muss. Wie schon gesagt, ist es ein anonymer Protagonist, jemand der nicht reagieren kann, den Schäffer aber wie einen komplett gewöhnlichen Protagonisten begreift, ihm zärtliche Close-up spendiert, eindringliche Blickwinkel wählt, um den Zustand der Figur zu erzählen. Es sind stets kleine Nuancen, die der Film wählt, aber es ist eine große Freude, dieses Spiel mit den Zeichen zu beobachten, eine einfache Geschichte nun so ganz anders, so frisch und liebenswert zu erleben.

Und tatsächlich wird der Film in all seiner Bedächtigkeit am Ende zu einer emotionalen und berührenden Geschichte, denn er schafft Skurriles und Sanftmütiges miteinander zu kreuzen. Max’s Film ist ein tragischkomisches Porträt des anonymen Protagonisten gelungen, eine liebenswerte Charakterstudie, die abschließend ihren Optimismus nicht verliert und zuversichtlich in eine Zukunft schaut, wenn man nur Hartnäckigkeit genug ist, es weiter zu versuchen. Mag diese Zuversicht vielleicht auch in der Realität eine Utopie darstellen, aber es ist schön diese Utopie im Kino zu träumen. Ein wahrhaftiges Werk, mit dem es Max Schäffer endgültig gelungen ist eine Idee mit einem neuen Blickwinkel und einer persönlichen Note umzusetzen, denn die Empathie seines Autors spürt man in diesem Film in jedem Moment, in jedem Bild der persönlichen Suche.

Auf Anfang [ 2017 | 3 Minuten]

Wagen wir uns nun an einen kleinen Epilog von Max Schäffers Filmen: “Auf Anfang” ist nicht der letzte Film, den Max realisierte (man beachte die Anmerkung am Anfang des Artikels), trotzdem soll er am Ende dieser Reihe stehen. Denn er zeigt für sich, dass Max’s  Filme von seinen dokumentierenden Anfängen zur komplexeren Abstraktion seiner Ideen gegangen sind. Im Verlauf seines Schaffens zeigte sich, dass Max sich vom Konkreten abwendete, um seine Filme offener und für den externen Zuschauer auch interpretierbarer zu machen. Seine ersten Filme litten daran, dass Max eine Idee und eine These hat, die er unter den Zuschauer bringen wollte, oft plakativ und leider sehr konventionell. Dieses Anliegen hat er nun nicht mehr. So scheint es. Er hat sich geöffnet und ist mutiger gegenüber dem Zuschauer geworden, der sich in diesen Gedankenspielen selbst hineindenken darf, dem nichts mehr vorgesetzt wird. Diese positive Entwicklung findet man exemplarisch bei “Auf Anfang”. Es ist ein erneut sehr kleiner und beinahe in seinem Setting (ein Krankenhauszimmer) sehr karg erscheinender Film.

Der Film ist kompakt erzählt, reduziert inszeniert und hat enigmatische Qualitäten. Die Herangehensweise des Films ist erneut emotional, aber er schafft es ein spannendes Zeichensystem innerhalb von drei Minuten zu etablieren, das mehere Möglichkeiten zulässt, was erzählt wird. Jeder kann in diesem Film seine Geschichte lesen. Kurz gesagt ist es aber, um noch einmal ganz konkret zu werden, die Geschichte eines Mannes, der seine Frau im Koma besucht und vor einer wichtigen Entscheidung steht. Der Film stellt Fragen in den Raum, ist ein offenes Werk und meine folgenden Worte bereits Interpretation. In sein Leben ist eine neue Frau getreten. Er muss sich die Frage stellen, ob er in die Vergangenheit zurückkehrt oder mit ihr abschließt. Stellt er sich der Vergangenheit oder flieht er vor ihr?

Es ist eine kurze Geschichte über die Liebe. Eine Geschichte, die fragt, was eigentlich Liebe im Kern ist oder sein sollte. Einen Was-wäre-wenn-Film haben wir hier vor uns, der einen diffizilen Konflikt behandelt. Man muss sich in diesem Film positionieren. Was wäre wenn das Leben weitergehen soll und das Vergangene endlich seine ewige Ruhe finden soll? Was wäre aber, wenn das Vergangene wieder zum Leben erwacht? Was soll man tun? Kann man noch einmal von vorne beginnen? Und eine weitere Frage, die sich innerhalb dieses Films stellt, ist ob wir den Moment im Krankenhaus als Realität oder als Traumspiel erleben. Daraus entsteht die Spannung, das aufmerksame Interesse an diesem Kurzfilm, der uns zur Diskussion anregen soll. Es ist bisher Max’s vagester Film, aber wie ich finde damit auch einer seiner interessantesten. Das Werk bleibt eine bemerkenswerte Versuchsanordnung und vielleicht in der Form auch sein radikalster Film.

Am Ende

Wir haben nun viel über die Filme von Max Schäffer gelesen. Ich habe bis jetzt aber noch nicht mit Nachdruck unternommen, sie zusammenzuführen, Gemeinsamkeiten zu notieren und Merkmale für seine Filme niederzuschreiben. Es mag vornehmlich daran liegen, dass sich Max’s  Filme wie schon gesagt nicht in den Vordergrund drängen. Ausnahmslos alle seine Filme zeichnet ihre Unauffälligkeit aus. Es sind nie Filme, die uns große Bildern bescheren, sondern ihre Stärke liegt in dem empathischen Blick ihres Autors, in der unaufgeregten Herangehensweise, mit denen sich Max den Themen seiner Filme annähert. Es ist ein Blick, der von Sanftmut gezeichnet, ein fast schon schüchternes Schauen auf die moderne Welt, deren Qualität sich zaghaft und vorsichtig über die Filme enthüllt. Alle seine Filme basieren auf Ideen, schlüsseln diese auf, arbeiten sich daran ab und verhandeln diese als Versuchsanordnungen. Max braucht aber auch einen Drang, Filme zu machen. Viele seiner Werke entstanden etwa als Prüfungsfilm seiner Hochschule, als Bewerbungsfilme für weiterführende Hochschulen oder als in einem Filmworkshop entstandene Werke. Selten kommt es dazu, dass er aus sich heraus entschließt einen Kurzfilm zu machen. Er braucht Vorgaben und Ziele, mit denen er arbeiten und wo er seine persönlichen Themen, die ihn begleiten, wiederfinden oder mit einbringen kann.

Seine Filme behandelt den Alltag in einer digitalen und kapitalistischen Arbeitswelt (sogar in seinem Erstling kann man das Thema auf einer Meta-Ebene herauslesen, wo der Regisseur als Raubtier vorgestellt wird, das sich aus der Kraft seiner Arbeiterin, der Schauspielerin, speist). Seine Filme zeichnen sich in Hinsicht dieser Alltäglichkeit, mit der er erzählt, nicht durch verwinkelte Plots aus, sondern durch die Einfachheit, mit der er diese Geschichten arrangiert. Am besten funktioniert dieses Prinzip, wenn er diese Geschichten aus einem originellen Blickwinkel betrachtet.

Der zentrale “Held” von Max’s  Filmen sind anonyme Protagonisten. Es sind stets Figuren, über die man nicht viel, recht wenig erfährt. Dadurch haben seine Figuren aber eine Allgemeingültigkeit, die sich vor allem in der vermeintlich leeren Schaufensterpuppe von “Mein Fenster” widerspiegelt. Diese Figur, ist sie auch kein Mensch, stellt aber den poetischsten Protagonisten aus seinen Filmen dar. Sie zeigt auf wie wir die Hauptrollen in Max’s Filmen zu verstehen haben. Wir haben die Möglichkeit durch ihre schablonenhafte Konstruktion uns in sie hineinzudenken, uns selbst mit einzubringen und uns gegenüber dem Geschehen zu positionieren. Wir können die Geschichte mit eigenen Erfahrungen füllen und mitfühlen. Zudem umschiffen seine Filme mithilfe dieser Konstruktion auch Überladenheit, denn sie können sich ganz auf ihr Thema und die Bearbeitung fokussieren. Im besten Fall schaffen sie es dadurch eine eigene Dynamik zu entwickeln, im schlechtesten Fall werden sie durch diese Methode schlicht austauschbar.

Es lohnt sich aber durch das Schaffen von Max Schäffer zu graben, um gerade auch die Entwicklung eines jungen Filmschaffenden zu sehen, um miteinander zu vergleichen und für sich selbst zu entdecken. Er findet sich zunehmend, scheint aber noch nicht am Ende seiner Reise. Als Beispiel: Vielleicht findet jemand in “25fps” doch einen Film vor, der ihn nachhaltig zum nachdenken anregt, der etwas mit ihm anstellt, was mir verwehrt blieb. Zögern Sie nicht! Sie haben die Links. Sie haben die Möglichkeit. Und Max’s  Gedankenspiele bieten genug Potenzial zum Diskutieren über die Themen, die er in seinen Filmen verhandelt. Spannend wird natürlich sein, was uns Max’s nächster Film bringen wird. Bisher ist noch kein weiterer Kurzfilm geplant. Man darf also gespannt sein, was für ein Anlass ihn wieder zum filmen bringen wird und wie er seine eigene Perspektive mitbringen wird. Hoffentlich lässt er uns nicht zu lange auf seinen nächsten Film warten. Und ja, das ist Wink mit dem Zaunpfahl.

Abschließend noch einmal ein Überblick über die Filmographie von Max:

25fps, 2014

Stets bemüht, 2016

Persona, 2016

Am Anfang, 2017

Mein Fenster, 2017