Warum die Zeitung eine Zukunft hat

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Die Zeitung stirbt aus, heißt es vielerorts. Ebenso, dass die Jugend keine Zeitung mehr lese. Gar nicht mehr in der Lage sei, solche Texte zu erfassen. Die Zeitung habe auf lange Sicht keine Zukunft.

Und ob sie das hat. Sie muss es nur richtig angehen. Zeitungen, die ausgebreitet die ganze Couch belegen, haben sicherlich keine Zukunft. Auch endlose Bleiwüsten nicht. Erst recht nicht bei der Jugend.
Die Zeitung muss die Stärken ausspielen, die sie hat.

Das richtige Format. Tabloid, wie bereits beim Handelsblatt, WELT Kompakt oder BILD am SONNTAG verwendet, ist am besten geeignet. Sie sind handlich und bieten dennoch genügend Platz für ansprechende Inhalte.

Ansprechende Inhalte. Reine Texte und Bilder genügen nicht mehr. Das gibt es auch digital. Zeitungen müssen mehr graphisch arbeiten. Große Infografiken, Abbildungen in Lebensgröße und ähnliches müssen Standard werden. Vielleicht braucht es auch mal eine große, herausnehmbare Fußballtabelle oder gar ein Poster.

Exklusive Angebote. Print und Digital sind schon jetzt großteils ganz gut verknüpft. Doch warum nicht mal dem Leser der gedruckten Zeitung digitale Ergänzungen exklusiv zugänglich machen? Sofern die Zeitung bezahlbar bleibt, werden die Leser sicherlich nicht undankbar sein.

Ein sicherer Hafen. In Zeiten von „Fake-News“ und „Lügenpresse“ müssen Zeitungen mehr den je zu einer vertrauten und zuverlässigen Quelle werden. Der Leser muss die Gesichter hinter der Zeitung kennen und direkter angesprochen werden. Es muss eine persönlichere Bindung aufgebaut werden.

Mit Sicherheit wird die Vielfalt der Zeitungen abnehmen. Doch werden noch genug bestand haben und unseren Alltag weiterhin prägen. Die Zeitung wird ihre Stärken noch lange behalten. Sie muss sie nur richtig einsetzen.