Warten auf Hilfe – entscheidende Minuten

Der Rettungsdienst ist alarmiert und auf dem Weg. Dennoch dauert es eine gefühlte Ewigkeit bis die Sanitäter eintreffen. Und zu oft wird die zu einer ganz realen Ewigkeit.

In den meisten Bundesländern gibt es eine genau festgelegte Hilfsfrist. Also die Zeit, die vom Eingang des Notrufes bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes maximal vergehen darf. Meistens liegt diese Zeit in Städten zwischen 8 und 15 Minuten. Doch oft schaffen es die Rettungsdienste nicht, die Fristen einzuhalten.

Und wer Pech hat kann so schon mal eine Stunde statt der vorgeschriebenen 15 Minuten auf einen Rettungswagen warten. Durch Umstrukturierung oder Aufstockung der Rettungsmittel wird hier vielerorts bereits gehandelt. Dennoch dauert es an vielen Orten oft noch zu lange.

Je länger die Wartezeit desto mehr Verantwortung liegt bei den Ersthelfern. Was in einer Notsituation zu tun ist, sollte jedem bewusst sein. Denn wenn es soweit ist, muss das Wissen da sein und kann Leben retten.

Die richtige Hilfe zum richtigen Zeitpunkt

Werden Sie Ersthelfer bei einem Autounfall, sollte zuerst die Unfallstelle abgesichert werden und die verletzte Person wenn möglich aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Danach wird der Notruf abgesetzt. Die genaue Reihenfolge der einzelnen Schritte wird Ihnen variiert je nach Situation und sollte in einem Erste-Hilfe-Kurs erlernt werden.

Wichtig beim Notruf ist, nicht aufzulegen bevor seitens der Rettungsleitstelle alle wichtigen Fragen gestellt wurden. Während Sie auf den Rettungsdienst warten, sprechen Sie dem Verletzten Mut zu und beruhigen Sie ihn.

Falls der Verletzte nicht ansprechbar ist, führen Sie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durch, wie Sie es in einem Erste-Hilfe-Kurs gelernt haben. Holen Sie sich auch gleich zu Anfang andere Passanten in der Nähe zur Hilfe.

Wenn Ihr Erste-Hilfe-Kurs schon länger zurückliegt, können Sie bei verschieden Anbietern in Ihrer Nähe für wenig Geld einen neuen Kurs besuchen. Auch im Internet können Sie Ihre Kenntnisse auffrischen, wie zum Beispiel auf www.erstehilfe.de. Oft ist es auch möglich, kostenlose Kurse über den Arbeitgeber zu besuchen.