Ramadan – der heilige Monat im Islam

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Jedes Jahr fasten Muslime in der ganzen Welt: Im jährlichen Ramadan, dem wichtigsten Monat im Islam. Er ist der neunte Monat des Islamischen Mondkalenders. Im Ramadan wurde nach islamischer Auffassung der Koran herabgesandt.

Die Fastenvorschrift im Ramadan gilt für jeden Muslim, Mann oder Frau, der das Pubertätsalter erreicht hat. Wer unter 15 Jahre alt ist oder geistig nicht gesund, muss nicht fasten. Es gibt mehrere ethisch-moralische Komponenten, die der Muslim im Ramadan zu beachten hat. Auf jeden Fall zu vermeiden sind üble Nachrede, Verleumdung, Lügen und Beleidigungen aller Art.

Nach dem Gesetz wird Fasten als Enthaltung von bestimmten Tätigkeiten definiert: Verzehr von irdischen Substanzen und Speisen sowie Getränken, Rauchen, Geschlechtsverkehr und Trunkenheit. Aber warum heißt dieser heilige Monat überhaupt „Ramadan”? 

Das arabische Wort „Saum“ bedeutet auf Deutsch „fasten“ und sich enthalten. Einige gehen davon aus, dass die guten Taten, die man im Ramadan begeht, die Sünden, die man vorher begangen hat, ausbrennen und die Seele von Sünden säubern. Einige sagen das kommt von dem Verb „Ramada“, das bedeutet „Intensität der Wärme“, denn Ramadan ist meist, wenn es im Frühling wieder wärmer wird.

Alle Muslime fasten von die Zeit Morgendämmerung bis den Sonnenuntergang. Im Ramadan gab es eine Nacht namens  „Lailat al-Qadr”, also die Nacht der göttlichen Bestimmung.  Das ist die Nacht, in der der Koran gemäß islamischem Glauben erstmals offenbart wurde.

Schwangere, Stillende und Kranke sind ebenfalls nicht zum Fasten verpflichtet. Aber sie müssen die verlorene Tagen später nachholen. Die täglichen Gebete im Ramadan heißen auf arabisch „Tarawih“. Was auf Deutsch „Erholung” oder sich ausruhen bedeutet. Der Begriff verweist auf die Erholungsphasen zwischen den jeweiligen Gebetsabschnitten.

Die Tarawih Gebete finden in Moscheen statt. Dort wird der Koran jeden Tag ein Stück vorgelesen. Die Teilnahme ist aber nicht verpflichtend. Man kann auch mit seiner Familie zu Hause beten. So wie man auch mit der ganzen Familie das „Fastenbrechen“ („Iftar“) zelebriert. Insgesamt geht der Ramadan 30 Tage und endet dieses Jahr am 4. Juni.