PUTZteufelswild – Der Tod lauert hinterm Mopp | Glosse

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Männer machen Überstunden, Frauen putzen die Küche. Dieses Klischee macht der Frauenwelt zu schaffen. Da denken die Frauen, sie kennen schon alle Ausreden der Männer und dann das!

Frauen aufgepasst: Eine offizielle Bestätigung sorgt bei den Männern für noch mehr Faulheit und Desinteresse im Haushalt. Jetzt aber ab auf die Couch und die Füße hochlegen. Hier kommt der Freibrief, um die Arbeit im Haushalt zu verweigern. Endlich ist durch die wissenschaftliche Studie von der Forscherin Laura Van den Borre bestätigt worden, wovon so mancher Mann wohl schon geträumt haben dürfte: Putzen ist für Männer gefährlich!

Um den nervtötenden Aufgaben im Haushalt zu entkommen, war die Männer-Strategie jahrelang: Ich stelle mich extra blöd an, dann macht meine Frau das demnächst lieber selbst. In Zukunft kann der Göttergatte, sich die ganzen Diskussionen mit der Frau sparen, indem er die ausgedruckte Studie hervorzieht und seine Frau mit dem Moral-Appell bedroht, ob er sie sein Leben wirklich gefährden wolle.

Was genau kann so lebensbedrohlich sein? Die Studie bescheinigt dem Mann nicht in der Lage zu sein, Putzmittel und Chemikalien zu mischen und eventuell Gase einzuatmen. Außerdem sei wohl der Leichtsinn und der Mangel an Erfahrung fürs Putzen gefährlich genug. Auch das nicht Benutzen von Atemschutzmasken und Handschuhen gefährdet den Männern.

Laut der Studie sei die Sterblichkeit von Männern in der Reinigungsindustrie wesentlich höher als die der Frauen. Der eigene Haushalt scheint für die Männer am Bedrohlichsten zu sein. Vielleicht sollte der Chemieunterricht in der Schule einen neuen Schwerpunkt im Lehrplan bekommen.

Bei genauerem Hinsehen bescheinigt die Studie also weniger das Gefahrenpotenzial beim Putzen, sondern die Dümmlichkeit der Männer. Und außerdem bescheinigt sie zugleich, dass Frauen den Männern in dieser Angelegenheit überlegen sind.

Da wird sich also so mancher Göttergatte noch einmal überlegen, ob er als Putzausrede die Studie hervorholt oder am Ende doch mal im Haushalt mithilft. Denn schließlich will er ja mindestens gleichberechtigt sein, oder nicht?

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