Mehr TV-Liveberichterstattung gegen ungefilterte Terror-Videos im Netz | Kommentar

Polizist
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Überall liegen Menschen auf dem Boden. Helfer beugen sich über sie. Blut bedeckt den Boden. Man kann deutlich erkennen, wo der Transporter durch die Menschen gefahren ist. Alle paar Meter liegen Verletzte, einige ringen mit dem Tod.

Es sind Bilder, die so ungepixelt nicht weiterverbreitet werden sollten. Einerseits muss die Privatsphäre der Opfer respektiert werden, andererseits sind diese Bilder genau das, was die Terroristen wollen. Und doch werden Videos wie dieses im Internet schnell und oft geteilt.

Der einfachste Weg dagegen ist eine schnelle und konstante Liveberichterstattung im Fernsehen. Denn nur wenn die Medien nicht oder nur wenig Berichten, weichen die Menschen auf soziale Netzwerke aus. Bietet das Fernsehen unmittelbar nachdem etwas passiert ist eine aktuelle Sondersendung, wird ein Großteil der Menschen dort bleiben.

Und so können professionelle Journalisten filtern und einordnen. Dabei geht es keinesfalls darum, sofort alle Informationen zu haben oder viel zu spekulieren. Es reicht vielmehr, wenn jemand für die Zuschauer da ist, der gemeinsam mit ihnen das alles erlebt. Und richtigstellen, welche Informationen falsch sind, ist mindestens genauso wichtig.

Nicht jeder Sender muss sein Programm unterbrechen. Aber die Nachrichtensender müssen konsequent und sofort live auf Sendung gehen. Nur so verlassen sich die Menschen auf vertrauenswürdige Quellen und fallen nicht Falschmeldungen in sozialen Medien zum Opfer.

In Barcelona sind am Nachmittag bei einem Terroranschlag mindestens 13 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Mindestens ein Terrorist war mit einem Transporter in Fußgänger gefahren. Die Ermittlungen der Behörden in diesem Fall dauern noch an.