Medienkompetenz – Wer denkt an die älteren Generationen?

Frau am Laptop
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Kettenbriefe bei WhatsApp sind doch eine schöne Sache. Kinder verschicken sie als Spiele, Jugendliche schon mit etwas tieferem Sinn.

Auch Erwachsene schicken durchaus mal einen Kettenbrief weiter. Mit guten Absichten. Doch schaut man sich an, was da weitergeleitet wird, verfliegt die Freude schnell. Oft beginnt die Nachricht mit „Es wurde berichtet, dass…“ oder „Warnung vor…“ oder so ähnlich. Es folgt ein Text, der aus mehreren Gründen äußerst peinlich für die Weiterleitenden ist.

Die Nachricht ist gespickt von Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Die Quellenlage ist unklar, es wird von Medienberichten gesprochen, jedoch kein direkter Link zum Bericht verschickt. Oft heißt es auch z.B. „SAT.1 hat bestätigt, dass…“ als wäre der Sender eine Behörde oder die betroffene Institution.

Und zu aller Überraschung stimmen die Fakten entweder überhaupt nicht oder sind völlig verzerrt oder veraltet. Doch all das scheint die Tagesschau- und Tatort-Stammzuschauer überhaupt nicht zu interessieren.

Ausgerechnet die, die von der Jugend Medienkompetenz fordern, fallen auf Falschmeldungen (Falschmeldungen, keine „Fake-News“) oft als erste herein.

Mit einem Klick ist jegliches Bewusstsein über Vorsicht im Internet verloren, jegliches Vorwissen wie weggewischt. Von Medienkompetenz, bleibt hier nicht viel.

Sicherlich sollte man Medienkompetenzen in der Schule mehr fördern. Doch das viel größere Problem ist doch, all das den älteren Generationen zu vermitteln. Bevor wir die Schüler angehen, braucht es wirklich kompetente Lehrer.