Leider Alltag: Das Pärchen gegen die Flüchtlinge

Leider Alltag: Unschöne, skurrile, verrückte Situationen, die so in Berlin passiert sind. Ja, Berlin hat viele schöne Seiten. Aber zum Alltag gehören auch die anderen Erlebnisse, die wir in dieser Reihe schildern.

Das Gespräch ist nur bruchstückhaft zu verstehen. Der Mann und die Frau, die sich unterhalten, sitzen mehrere Reihen entfernt in der S-Bahn. Sie sind mittleren Alters und offensichtlich nicht sonderlich angetan von Flüchtlingen.

Es sei ja furchtbar, dass dieses “Viehzeugs” hier so unkontrolliert ins Land hereinströme, schimpft die Frau. Der Mann pflichtet ihr bei. Das müsse ja endlich gestoppt werden. Andere Fahrgäste, Ansagen, andere Geräusche übertönen das Gespräch der beiden.

Dann wieder ein Satzfetzen: Und dass die Flüchtlingsheime jetzt mit Kameras überwacht werden, sei auch wirklich nervig. Da könne man ja nicht mal mehr hier etwas unternehmen. Ein Thema, dass die Frau ernsthaft aufzuregen scheint.

Dann übernehmen wieder andere Geräusche die Oberhand. Kurz darauf steigen die beiden aus. Leider Alltag in der Bahn in Berlin.

Lesen Sie nächsten Dienstag Folge 2 dieser Serie: Zwei Schläger im Alkoholrausch.