Kindertagesstätte „Anti-G20“ in Hamburg schmeißt die Party des Jahrhunderts!

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Vergangene Woche hatten es die Erzieher so gar nicht leicht, als die hyperaktive und vom Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom geprägte Krabbelgruppe „Anti-G20“ in Hamburg ein bombastisches Fest veranstaltet hat. Etwas entspannter hatten es da die Leiterinnen und Leiter der Kindergärten, denn die chillten derweil in der Elbphilharmonie. Ob das aufgeführte Stück anstrengend war, ist nicht bekannt. Erst recht nicht wichtig. Deshalb zurück zur Jahrhundertparty draußen:

Da das mit ganz viel Planung zusammenhängt, dachte sich die Krabbelgruppe doch glatt einmal, dass sie sich verschiedene Partyspiele ausdenken muss. Angefangen haben sie mit richtig coolen „Straßenfesten“, wie die Kollegen von der Jungen Welt es vortrefflich bezeichneten. Diese Feten beinhalteten unter anderem ein Topfschlagen mit und in Schaufenstern. Was für ein einmaliges Vergnügen für die Kinder der „Anti-G20“-Tagesstätte und auch für die Anwohner, denen bei diesem Spaß doch glatt Hören und Sehen verging – genauso wie der eigentlich geplante Wochenendeinkauf.

Der nächste Programmpunkt – und gleichzeitig einer der zahlreichen Höhepunkte – stellte ein mehrtägiges Tauziehen der infantilen Feierwütigen mit ihren bösen und furchtbar „brutalen“ (danke liebe Kollegen der Jungen Welt; alleine wäre ich niemals auf dieses nette Attribut für diese unsägliche Berufsgruppe gekommen) Erziehern dar. Ein echtes Highlight für die Camper vor der St. Johannis-Kirche im Hamburger Altona und auch die alten Freiluftnächtler im Emil-Wendt-Park und im Arrivati-Park ließen sich von der freudigen Stimmung einfangen. Leider brachte das nicht viel, da diese „bulligen“ Erzieher sich auch noch Verstärkung aus umliegenden Tagesstätten geholt haben. Dabei hatte die Krabbelgruppe doch extra drei Wochen vorher, den Zugverkehr in halb Deutschland lahmgelegt gehabt. Konnte ja keiner damit rechnen, dass die mit Autos fahren!

Aber auch davon ließ sich die Gruppe, die in der Zwischenzeit ja – Gott sei Dank! – endlich Verstärkung bekommen hatte, nicht unterkriegen. Die Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Party des Jahrhunderts kam auch gerade rechtzeitig, da nun der letzte geplante Programmpunkt anstand: Die Wasserschlacht. Endlich einmal halfen die Erzieher dabei, das ganze auch zu ermöglichen und das Wasser zu den Feiernden zu bringen. Wie, war ja egal, aber die Wasserwerfer hatten schon etwas für sich. Der Nachteil an dem ganzen Spektakel war nur, dass die dann nassen Feierwütigen nicht bedacht hatten, dass die Erzieher sich ja an der Wasserschlacht beteiligen könnten.

Da lässt sich ja für den bildungsfernen Steinewerfer oder linken Journalisten absolut nachvollziehen, weshalb die Krabbelgruppe sich darüber empört hat. Die Erzieher haben alles verdorben und dann sollten die auch noch bemitleidet werden, weil sie es angeblich mit „schwer erziehbaren“ Kindern zu tun hatte? Also wirklich, die Erzieher heutzutage halten nichts mehr aus. Deshalb ist wohl auch besser, wenn die Party des Jahrhunderts einmalig bleibt! Zum Glück ist nächstes Jahr Argentinien an der Reihe – die haben hoffentlich besser vorbereitete Erzieher.

Edit: 06.09.2017