Jeder Zopf eine gute Tat

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Frauen lieben ihre langen Haare, heißt es zumindest. Inzwischen lassen auch immer mehr Männer die Haare wachsen. Doch was passiert, wenn die zottelige Mähne zu aufwendig wird und die Lust auf Veränderung fest zupackt? Dann landen die Strähnen lieblos und vergessen auf dem Salonboden. Die Alternative? Haare spenden!

Anforderungen für Haarspender

Die Mindestlänge, um Haare spenden zu können, variiert je nach Verein oder Salon, liegt aber bei etwa 25cm. Kürzer sollten die Zöpfe und einzelnen Strähnen nicht sein, da sie ansonsten für Perücken ungeeignet sind. Circa 7-8cm werden nämlich für das Knüpfen benötigt und je nach Schnitt oder Qualität und Struktur des Haares weitere 10cm entfallen können. Ungefärbtes, gut gepflegtes – also „gesundes“ – Haar wird natürlich bevorzugt. Ebenso dürfen die Haare auch gestuft sein, müssen dann jedoch den Längenanforderungen entsprechen. Nichtsdestotrotz nehmen manche Organisationen auch gefärbtes Haar an, sofern es in gutem – also splissfreien und selten gefärbten – Zustand ist.

Vom Zopf zur Spende

Um Haare zu spenden, bietet es sich an, mit einem Friseursalon in Kontakt zu treten, der mit einem Verein zusammenarbeitet. Vor Ort können dann die Details der neuen Frisur besprochen werden und der Zopf nach dem Schnitt vom Salon verschickt werden. Die Alternative ist ein Schnitt zu Hause und die anschließende Versendung an das jeweilige Postfach des Vereins. Allerdings gibt es auch bezüglich des Zopfes Hinweise, die man nicht unbeachtet lassen sollte: Eine Haarspende sollte vor dem Schneiden abgemessen werden, da Schätzungen nicht immer brauchbar sind. Es wird empfohlen, den Zopf so anzulegen, dass er möglichst nah an der gewünschten Haarlänge ist. Nasse Zöpfe können schimmeln, weshalb sie ungeeignet zum Verschicken sind. Wenn eine Kurzhaarfrisur gewünscht ist, dann ist es geeigneter, dass die Haare partienweise fixiert und einzeln abgeschnitten werden, anstatt den Zopf im Nacken abzuschneiden. Dabei geht nämlich Länge verloren.

So einfach kann es sein, Haare für Perücken bereitzustellen. Den Weg des eigenen Haares zu verfolgen, ist zwar leider aufgrund der aufwendigen Verarbeitungsprozesse in den Perückenmanufakturen nicht möglich, aber nichtsdestotrotz hat man eine gute Tat vollbracht und dazu beigetragen, einen anderen Menschen glücklich zu machen.