Immer online – Der Medienkonsum der Jugend

Smartphone
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Facebook, Twitter, Snapchat und Whatsapp gehören heutzutage zum Älter werden dazu. Können Eltern in diesem modernen Zeitalter den Medienkonsum ihrer Kinder noch kontrollieren?

Es ist inzwischen nichts Neues mehr, dass junge Menschen mit ihren Smartphones durch die Straßen laufen. Dabei wird der Straßenverkehr zur Nebensache. Schülergruppen sitzen zusammen und schicken sich gleichzeitig Textnachrichten hin und her. Im Bus sitzen Kinder, die auf ihrem Display starren und alles um sie herum vergessen.

In der Schule, beim Arzt oder einfach unterwegs darf das internetfähige Handy nicht fehlen. Junge Menschen wollen immer erreichbar sein und alles mit ihren Mitmenschen teilen. Die Smartphones werden immer größer, besser und teurer. Trotzdem kaufen viele Elternteile ihrem Kind das neuste Handy, weil sie ohne dieses in der Klasse ausgegrenzt werden.

Die Technik ist heute zum ständigen Begleiter der Pubertät geworden. Die Jugend wächst mit mobilem Internet und in sozialen Netzwerken auf. Alle sind bei Facebook und deswegen muss man selbst auch dort angemeldet sein. Je mehr Likes und Freunde man bei Facebook hat, desto besser.

Ein Handy gehört mittlerweile zur Grundausstattung deutscher Teenager. Laut der Jugendmedienstudie JIM (2016) besitzen rund 91% der befragten Zwölf- bis Dreizehnjährigen schon ein Smartphone. Bei den 18 -19-Jährigen waren es schon 96%. Im Jahr 2016 nutzten Jugendliche nach eigener Einschätzung das Internet täglich 99 Minuten. Durchschnittlich verbringen Kinder 3 Stunden täglich im Internet.

Kein Wunder, dass sich bei solchen Konsumgewohnheiten, die Eltern Sorgen um ihre Kinder machen. Sie fühlen sich hilflos und wissen nicht, wie sie den Medienkonsum ihrer Kinder kontrollieren können. Oft besitzen sie selbst auch ein eigenes Smartphone und sind süchtig danach.

Jugendliche werden durch das ständige Online-Sein in Sachen Selbstbeherrschung geprüft. Das Ablenkungspotenzial durch die tägliche Internetnutzung ist enorm. Bis spät in die Nacht sind viele Schüler noch online. Deshalb vertrauen viele Schulen längst nicht mehr auf die Selbstkontrolle der Schüler: In vielen Schulen herrscht Handyverbot, im Unterricht und auf dem Pausenhof. Pausen sollen zur Erholung, zum Essen und für Toilettengänge genutzt werden. Das ständige Spiele zocken auf dem Smartphone soll aufhören.

Das Internet spielt im Alltag von Jugendlichen eine wichtige Rolle. Besonders häufig werden Online-Communities, Google und Videoportale wie YouTube genutzt. Die Nutzung des Internets über das Smartphone wächst. Eltern sollten versuchen den Medienkonsum ihrer Kinder einzugrenzen und zu kontrollieren.

Häufig wissen die Eltern gar nicht, was ihre Kinder im Netz alles so treiben. Immer mehr Informationsveranstaltungen an Schulen bieten Eltern die Möglichkeit, sich im Bereich der Medienkompetenz weiter zu bilden. Erst dann können sie Schritt für Schritt mit ihren Kindern das Internet erkunden. Zusätzlich sollte das Unterrichtsfach „Medienkompetenzen“ in mehreren Schulen ausgebaut werden. Im Kindergarten und in Grundschulen haben Smartphones nichts verloren. Auch ein zwölfjähriges Kind braucht noch kein internetfähiges Handy. Es sollte viel lieber draußen mit seinen Freunden spielen. Eltern sollten die Zeit, die ihre Kinder im Internet verbringen, eingrenzen und ihnen Alternativen anbieten. Letztendlich sollten Eltern Vorbilder für ihre Kinder sein und nicht selbst stundenlang auf ihr Smartphone starren.