Gut zu wissen: Woher kommt der Lebkuchen?

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Wie es herrlich duftet und weihnachtet! Wenn die ersten Weihnachtsmärkte stehen und ihre Leckereien anbieten, darf natürlich eines nicht fehlen: Der Lebkuchen gehört einfach zur Weihnachtszeit dazu.

Älter als das Weihnachtsfest selbst

Wir verbinden Lebkuchen vor allem durch seinen würzig-süßen Geschmack mit Weihnachten. Allerdings gab es das Gebäck noch bevor es Weihnachten gab. Die Tradition geht sogar bis in das antike Ägypten zurück. Dort verspeiste man Kuchen, der vor dem Backen mit Honig eingestrichen wurde. Der Honigkuchen wurde auch bei den Römern nicht geächtet, die ihn ganzjährig genossen.

Im 12. Jahrhundert bildete sich dann der Lebkuchen heraus, den wir heute kennen. Erfunden wurde er in Dinant in Belgien, von wo aus er sich über fränkische Klöster bis nach Aachen schnell ausbreitete. Durch seine lange Haltbarkeit ist er als Gebäck für hungernde Menschen eingesetzt worden.

Im 16. Jahrhundert entwickelte sich dann ein richtiges Lebküchner-Gewerbe vor allem in Nürnberg, das heute noch als Lebkuchen-Metropole gilt. Der Honigkuchen wurde nun auch mit weiteren Gewürzen angereichert. Zusammen mit Nüssen, Gewürzen und Heilkräutern wurde er zum Lebkuchen. Durch diese Zugaben galt er auch als ein Heilgebäck und wurde auch als Arzneimittel genutzt.

Lebkuchen oder Pfefferkuchen?

Forscher gehen davon aus, dass Lebkuchen vom lateinischen „libum“ abstammt. Das bedeutet übersetzt so viel wie „Fladen“ oder „Opferkuchen“. Andere Wissenschaftler vermuten eher den Zusammenhang mit dem Laib („Brotlaib“).

Eines ist jedoch sicher: Pfefferkuchen und Lebkuchen meinen das Gleiche. Ersteres ist nur eine gängigere Bezeichnung des Gebäcks im Osten. Der Einfachheit halber nutzte man im Mittelalter für alle Gewürze den Begriff „Pfeffer“, weshalb der Name „Pfefferkuchen“ nahelag.

Heute ist das Angebot an Lebkuchen sehr vielfältig, da unterschiedliche Regionen verschiedene Rezepte haben. Für manche ist süße Gebäck auch über die Weihnachtszeit hinaus nicht wegzudenken. Trotzdem ist es herrlich, Jahr für Jahr eine Zeitspanne zu haben, die so aromatisch nach Gewürzen duftet. So, wie der Lebkuchen.