Gut zu wissen: Woher kommt der Aprilscherz?

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„April, April!”, hört man am ersten Tag des Monats. Für leichtgläubige Menschen ist das kein einfacher Tag. Denn am ersten April erzählen sich Menschen die lustigsten und schrägsten Geschichten, in der Hoffnung, der Gegenüber glaubt den Unsinn. Alle Scherze sind frei erfunden. Aber woher kommt der Aprilscherz?

Als Aprilscherz bezeichnet man den Brauch, seine Mitmenschen am ersten April durch erfundene und skurrile Geschichten, Erzählungen oder Informationen hereinzulegen. Als Auflösung des Schwindels dient zumeist der Ruf „April, April“. In den meisten europäischen Ländern sowie in Nordamerika ist der Aprilscherz am ersten Tag des Monats Tradition. Eine eindeutige Antwort auf den Ursprung des Aprilscherzes gibt es nicht, aber es gibt durchaus einige interessante Theorien.

Eine Vielzahl an Unglückstagen

Dem Theologen Manfred Becker-Huberti zufolge, gab es schon im Volksglaube der Antike die unterschiedlichsten Unglückstage, wie z.B. Freitag der 13.. Auch der erste April zählte zu diesen Unglückstagen.

Verlegung des Neujahresfest

Papst Gregor der Achte verlegte demnach das Neujahrsfest vom ersten April auf den ersten Januar. Viele Menschen konnten sich allerdings nicht so schnell an den neuen Tag gewöhnen und feierten deshalb wieder am ersten April. Einige Witzbolde nutzen dieses Kalenderchaos und schickten Unwissende am ersten April ins vermeintlich neue Jahr.

Das Aprilwetter

Auch das bekannte Aprilwetter („April, April, der tut nur was er will …“) wird als eine Erklärung herangezogen.

Das Hilaria-Fest – Streiche damals sowie heute

Die Geschichte des sogenannten Hilaria-Festes könnte eine weitere Möglichkeit des heutigen Aprilscherzes sein. Die römische Zeremonie fand jährlich an den Tagen statt, an dem der Tag und die Nacht gleich lange andauern. Bei diesem Fest verkleideten sich die Menschen und spielten einander Streiche. Die Streiche sind demnach bis heute so geblieben.

In den USA und Kanada heißt der Tag „April Fools Day“. An diesem besonderen  Tag werden Grußkarten an Freunde und bekannte verschickt. In Frankreich, Italien, Belgien und der Schweiz verläuft der erste April ganz anders. An dem Tag ist es ein beliebter Scherz, zu versuchen, einen Fisch aus Papier auf dem Rücken eines anderen anzubringen, ohne dass dieser etwas davon bemerkt.

Die Scherze am ersten April zwischen den Menschen wurde in den letzen Jahren immer weniger. Deswegen versuchen immer mehr Medien diesen Tag zu nutzen, um ihr Publikum zu veräppeln.

Welche Geschichte auch wahr ist – es ist schön, dass es einen Tag im Jahr gibt, an dem man seine Freunde in die Irre führen kann. Also schön aufpassen: Am ersten April darf man nicht alles glauben.