Gut zu wissen: Woher kommen unsere Zahlen?

0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9… jeder kennt sie, jeder nutzt sie – Zahlen. Allerdings weiß nicht jeder, wann unser Zahlzeichensystem erfunden wurde und woher es eigentlich stammt. Dass wir das arabische Zahlensystem nutzen, ist sicher einigen Menschen bewusst, doch beginnen wir am Anfang:

Wieder diese Maya!

Geschriebene Zahlzeichensysteme gab es 4000 v. Chr. bei den alten Babylonern, Ägyptern, den Griechen, Römern und Chinesen. Doch wirklich interessant wird es erst ab etwa 500 v. Chr. mit dem Zahlensystem der Maya. Die hatten nämlich drei Zeichen: Punkt (im Wert von 1), Strich (im Wert von 5) und eine wie ein halb geschlossenes Auge aussehende Null. Allerdings verbreitete sich ihr System durch ihren abgeschiedenen Lebenstil nicht. Wer brachte dann die Null nach Europa?

Von Ost nach West

Circa 500 n. Chr. erfanden die Inder ein System, dass nur Zahlen von Eins bis Neun benötigte und darüber hinaus noch ein spezielles Zeichen für die Null hatte. Damit konnten indische Mathematiker Aufgaben bewältigen, die vorher unlösbar schienen. “Kha” (zu dt. etwa “Loch” oder “Himmel”) nannte der 476 n. Chr. geborene Inder Aryabhata das neue Zeichen. Er war der erste Mathematiker, der eine Null schrieb.

Die Araber übernahmen gegen 800 n. Chr. dieses Zahlzeichensystem und sorgten somit dafür, dass es es im islamischen Raum verbreitet. Ab dem elften Jahrhundert kam das indisch-arabische System dann nach Europa. Obwohl sich die Zeichen im Laufe der Jahrhunderte etwas verändert haben, bilden sie noch heute das System, das wir benutzen. Darüber hinaus prägten die Araber durch ihre Bezeichnung der Null (arab. “assfir”; bedeutet so viel wie “die Leere”) die Wörter Ziffer und zero (engl./frz. für Null).

Fun Fact: Ordnet man die Ziffern 0 – 9 nach dem Alphabet, ergibt sich folgende Reihenfolge:
8, 3, 1, 5, 0, 9, 6, 7, 4, 2