Gut zu wissen: Wie entsteht eine Lawine?

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In Österreich und Bayern gilt weiterhin großes Schnee-Chaos. Dicke Schneemassen liegen auf den Dächern und können im schlimmsten Fall zu einem Einsturz führen. Aber auch die Lawinengefahr ist hoch und sorgt bei den Menschen für Anspannungen. Aber wie entstehen überhaupt Lawinen?

Wie entsteht eine Lawine?

An steilen Hängen ist die Lawinengefahr besonders groß. Der Schnee sammelt sich schnell an steilen Gebirgshängen an. Durch Tiere, Skifahrer oder verschiedene Wetterbedinungen kann es passieren, dass der Schnee auf dem Berg ins Rutschen gelangt und somit eine Lawine auslöst.

Manche Schneelawinen sind harmlos, andere umso gefährlicher. Rund hundert Menschen kommen pro Jahr durch Lawinenabgänge zu Tode. Das gefährligste an einer Lawine sind nicht nur die Schneemengen, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der die Schneemasse sich bewegt.

Welche Arten von Lawinen gibt es?

Lockerschnee-Lawine: Sie entsteht häufig an steilen Hängen und vor allem, wenn es frisch geschneit hat oder wenn die Sonne stark scheint. Dann beginnt eine kleine Menge Schnee zu rutschen und nimmt immer mehr Schnee mit. Der Schnee breitet sich dann birnenförmig aus. Meist ist eine solche Lawine harmlos.

Schneebrett-Lawine: Sie ist eine große Gefahr für Mensch und Tier und entsteht meist an steilen Hängen mit 30 bis 45 Grad Neigung. Bei dieser Lawinen-Art türmen sich viele Schneeschichten übereinander an. Grund dafür ist der ständige Schneefall. Durch den Wechsel von Schneefall und Sonnenschein bekommen die einzelnen Schichten jeweils andere Eigenschaften. Irgendwann beginnt sich die oberste Schicht zu lösen und eine Lawine entsteht.

Staub-Lawine: Diese Art von Lawine entsteht, wenn große Schneemassen den Hang hinabstürzen und der Weg ins Tal sehr lang ist. Das Luft-Schnee-Gemisch kann wirbelsturmartige Ausmaße annehmen und sogar Häuser und Bäume mit sich reißen. Die Staub-Lawine kommt eher selten vor.

Schutzmaßnahmen bei einem Lawinenunfall

Wenn Sie bemerken, dass sich eine Lawine gelöst hat, sollten sie folgende Regeln beachten:

  • Wichtig ist, dass sie sofort versuchen sich seitlich aus der Lawinenbahn zu steuern
  • Bevor Sie von der Lawine eingeholt werden, werfen Sie ihre Skistöcke weit weg, um das Risiko von Verletzungen zu verringern
  • Durch Schwimmbewegungen können Sie versuchen sich an der Oberfläche zu halten
  • Sobald der Schnee langsamer wird, bilden Sie mit den Händen eine Atemhöhle über Mund und Nase, um in den Schneemassen nicht zu ersticken

Häufig werden Menschen von einer Schneelawine überrascht und können sich nicht mehr retten. Die Schneemassen sind dann einfach zu schwer. Es kommt zu Orientierungsnot und Einschränkung Regenerate image sizesder Beweglichkeit. Außerdem kommt noch Atemnot und die Kälte hinzu.

Wichtig! Rettungskräfte haben nur etwa 15 Minuten Zeit, um die Lawinenopfer rechtzeitig aus dem Schnee zu befreien. Deswegen seien Sie immer vorsichtig und halten Sie sich niemals abseits von Skipisten auf.