Gut zu wissen – Wer entscheidet wann Ostern ist?

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Bald ist es wieder soweit – dann hoppelt der Osterhase von Haus zu Haus und versteckt seine bunten Eier in den Gärten. Aber wer entscheidet eigentlich wann Ostern ist?

Aufgefallen ist das bestimmt schon vielen Menschen: Manche Feiertage werden immer am selben Tag im Jahr gefeiert, manche fallen aber jedes Jahr auf einen anderen Tag. Den Heiligen Abend feiern wir zum Beispiel immer am 24. Dezember, aber das Osterfest ist jedes Jahr an einem anderen Datum. 2008 war es am 23. März; 2018 wird es dagegen der 1. April sein. Tatsächlich ist der frühest mögliche Termin der 22. März und der späteste der 25. April.  Warum ist das so?

Ostern ist das älteste Fest der christlichen Kirche. An Ostern feiern die Menschen die Auferstehung Jesu von den Toten nach seiner Kreuzigung. Nach dem neuen Testament ereignete sich die Auferstehung Christi zur Zeit des vom Frühlingsvollmond abhängigen jüdischen Pessachfests. Da der genaue Tag nicht bekannt ist, wurde auf dem Konzil von Nicäa im Jahre 325 entschieden, wann Ostern gefeiert wird. Es wurde festgelegt, dass Ostern am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert werden soll.

Der 21. März ist das Datum für den Frühlingsbeginn. Um das genaue Osterdatum zu berechenen, wurden die sich in einer zyklischen Reihe einander folgenden Daten, die auf dem Meton-Zyklus beruhen, angewendet. Deswegen kann auch als „erster Vollmond im Frühling“ ein bereits für den am 21. März zyklisch bestimmter gelten. Mit dem Osterdatum lassen sich fast alle anderen beweglichen Feiertage berechnen.

Die Herkunft von dem Wort Ostern ist nicht eindeutig

Auch interessant: In den meisten europäischen Sprachen ist der Ursprung vom Wort Ostern eindeutig. Denn die Bezeichnungen leiten sich vom jüdischen Pessach ab, dem wichtigsten Fest des Judentums. Diese Feier erinnert an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei. In Deutschland und in England ist die Herkunft des Begriffs nicht eindeutig.

Der Osterhase ist im Brauchtum ein Hase, der Ostereier für Kinder versteckt. Im Mittelalter galt der Hase als Sinnbild der Auferstehung Christi. Später musste zu Ostern eine bestimmte Art von Zinsen in Form von Eiern bezahlt werden. Deswegen versteckt der Hase auch heute noch die bemalten Eier, die zur typischen Osterspeise wurden.