Gut zu wissen: Welche Staats-und Regierungsformen gibt es?

Die Welt kennt zwei wesentliche Regierungssysteme, die jeweils in unterschiedlichen Formen auftreten können. Das sind die Monarchie und die Republik. Zu politischen Regierungssystemen hinzugezählt, wird auch öfters die Diktatur, weswegen sie hier mit aufgelistet wird.

Monarchie

„Monarchie“ leitet sich aus dem griechischen monarchía her und bedeutet „Alleinherrschaft“. Gemeint ist damit die Regierung durch einen Monarchen wie zum Beispiel Könige und Kaiser. Das Amt des Monarchen kann entweder gewählt (Wahlmonarchie) oder vererbt (Erbmonarchie) werden.

Die konstitutionelle und parlamentarische Monarchie baut auf einer Verfassung auf, die die Aufgaben des Monarchen/der Monarchin regelt. Volksgewählte Parlamente und demokratische Regierungen setzen sich mit der Politik auseinander, während Monarchen sich mit der Regierung absprechen. Darüber hinaus können sie Gesetze unterzeichnen, Regierungschefs, Minister und Ministerinnen ernennen. Vor allem aber nehmen sie eine repräsentative Rolle bei offiziellen Anlässen ein.

Die absolute Monarchie (Absolutismus) als solche ist heute nur noch in Vatikanstadt durch die Position des Papstes vertreten. Diese Form der Monarchie bedeutet uneingeschränkte Macht für den Monarchen und konnte daher leicht in die Tyrannis entarten.

Republik

Aus dem lateinischen res publica leitet sich das Wort „Republik“ ab und bedeutet so viel wie „öffentliche Sache.“ In einer Republik hat das Staatsvolk – also die Bürgerinnen und Bürger – die oberste Gewalt, wenn die Republik demokratisch regiert wird. Durch Wahlen bestimmt das Volk direkt oder indirekt das Staatsoberhaupt zumeist zeitlich begrenzt.

Die meisten demokratischen Republiken haben ein repräsentatives demokratisches Regierungssystem. Das heißt, politische Entscheidungen werden nicht vom Volk direkt, sondern durch Abgeordnete getroffen. Zudem herrscht in dieser Form der Republik eine strikte Gewaltenteilung (Legislative, Judikative, Exekutive). Die innere Ausgestaltung der Republik erfolgt allerdings von Staat zu Staat unterschiedlich. So gibt es zum Beispiel in den USA eine Präsidialrepublik, in Frankreich eine Semipräsidialrepubilk und in Deutschland eine parlamentarische Republik.

Eine Volksrepublik wird entweder sozialistisch oder kommunistisch regiert. Hier herrschen bürokratische Auswahlverfahren für Mitglieder der Regierung. Kommunistische Ein-Parteien-Staaten sind zum Beispiel die Volksrepublik China und die Volksrepublik Nordkorea.

Diktatur

„Diktatur“ stammt ebenfalls aus dem Lateinischen und bezeichnet eine Herrschaftsform, bei der eine einzelne Person oder eine Gruppe beinahe uneingeschränkt oder unangefochten Macht ausüben kann. Über die Jahrhunderte hinweg änderte sich die Konnotation des Diktators vom Notstandsregierenden über Tyrann (zum Beispiel Cäsar oder Napoleon) bis hin zum Gegner der Demokratie. Nicht zuletzt, weil die diktatorische Herrschaft meistens mittels Gewalt erreicht wurde und anschließend im Verlauf der Regierung grundlegende demokratische Prinzipien wie freie Wahlen, eine Opposition oder auch Meinungsfreiheit nicht gibt. Ein Beispiel hierfür wäre die Volksrepublk Nordkorea, die gleichzeitig ein Beispiel ist, weshalb es schwierig ist, die Diktatur klar von anderen Regierungsformen abzugrenzen.

Eine Dikatur kann in Form eines Ein-Parten-Systems erfolgen oder als Militärdiktatur, also durch militärische Gruppierungen. Aber auch in Form der Tyrannis durch Illegitimität und Willkürlichkeit.