Gut zu wissen: Was ist Ramadan?

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Am 15. Mai begann für Muslime der heilige Fastenmonat “Ramadan”. Auf der ganzen Welt verzichten Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Was ist Ramadan überhaupt?

Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime. Er ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. Das Fasten stellt eine der fünf Säulen des Islams dar und erinnert an die Offenbarung des Koran. Jedes Jahr verschiebt sich der Ramadan um zehn Tage. Dieses Jahr beginnt er am 15. Mai und endet am 14. Juni.

Im Zentrum des Ramadan stehen Nächstenliebe, Besinnung und gute Taten. Muslime sollen sich für friedliches Miteinander einsetzen, gegen Rassismus, Ausgrenzung und Hass in der Gesellschaft eintreten. 

Verzicht auf Essen und Sex

Mit dem Verzicht auf Essen, Trinken, Rauchen, Sex und dafür mit mehreren Gebeten am Tag wollen sich die Gläubigen von ihren Sünden reinigen. Wer im Urlaub ist, kann dies nachholen.

Nach Sonnenuntergang kommen die Muslime zum Essen oder Nachtgebet zusammen. Nur bestimmte Lebensmittel dürfen dann verzehrt werden, die die “halal” sind. Halal bedeutet erlaubt. Im Koran ist genau aufgeschrieben, welche Lebensmittel erlaubt sind. Kinder, Kranke, Alte, Reisende, schwangere und stillende Frauen sind aus gesundheitlichen Gründen vom Fasten ausgeschlossen.

Der Ramadan wird mit einem Fastenbrechen beendet, das aus einem dreitätigen Fest besteht. Danach wird wieder normal gegessen und getrunken.

Viele Menschen kennen Ramadan allein als Fastenmonat. Aber es steckt viel mehr dahinter: Wie Nächstenliebe und die Weltoffenheit zu anderen Kulturen. Alle Menschen auf der Welt sollten sich viel öfter darüber Gedanken machen – mit oder ohne Fasten.