Gut zu wissen: Warum können Pferde sich nicht übergeben?

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Nicht nur Pferdefreunde kennen diesen Spruch Man hat schon Pferde kotzen sehen“. Diese Redewendung wird von uns dann benutzt, wenn wir meinen, dass etwas sehr Unwahrscheinliches doch eintritt. Pferde können sich nämlich wirklich nicht übergeben. Aber warum nicht?

Wenn wir Menschen zum Beispiel zu viel Alkohol getrunken oder etwas falsches gegessen haben, dann müssen wir uns schnell mal übergeben. Pferde können das nicht. Grund dafür ist der Aufbau des Pferdemagens.

Ein Schließmuskel am Mageneingang verhindert das Erbrechen. Dieser Muskel öffnet sich, um den Futterbrei in den Pferdemagen reinzulassen. Außerdem bewirkt der Schließmuskel, dass das Essen nicht zurück in die Speiseröhre gelangen kann. Deswegen haben Pferde auch kein Problem mit Sodbrennen und können nicht rülpsen.

Es ist daher wichtig, das Pferd richtig und artgerecht zu ernähren. Denn falsches Futter können Pferde gefährliche Koliken bekommen.

Es gibt jedoch Ausnahmen bei Pferden. Bei speziellen Krankheiten oder Magenüberlagerungen kann es zum Austreten von Futterresten und Speichel kommen. Es ist aber kein wirkliches Erbechen und es geschieht nicht wie üblich durch den Mund oder das Maul, sondern durch die Nasenlöcher.

Der evolutionsbiologische Sinn, der dahintersteckt, ist nicht bekannt. Manchmal wäre es vielleicht doch von Vorteil. Trotzdem bleibt der kleine Magen für das Pferd keine Einbahnstraße. Einen Weg nach draußen gibt es immer und zwar in Form von Pferdeäpfeln.