Gut zu wissen: Warum gibt es die Fastenzeit?

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Wenn die Neujahrsvorsätze nicht so richtig funktionieren wollen, dann aber hoffentlich die Fastenzeit. Denn Fasten liegt derzeit im Trend. Die meisten Deutschen verzichten dann auf Süßigkeiten, Alkohol oder das Smartphone. Aber warum gibt es überhaupt die Fastenzeit?

Jedes Jahr beginnt für viele Menschen an Aschermittwoch die Fastenzeit. Fasten heißt, auf etwas verzichten, was einem lieb, selbstverständlich oder was einfach ungesund ist. In vielen verschiedenen Religionen ist das Fasten eine Tradition. Fastenzeiten gibt es im Hinduismus, Islam, Judentum und Christentum. Laut der christlichen Kirche soll beim Fasten auf die Nahrung verzichtet werden. Nur eine Mahlzeit am Tag ist erlaubt. Der Ursprung des religiösen Brauchs ist das Fasten Jesu in der Wüste. Da Jesus 40 Tage brauchte, um die Wüste zu durchqueren, beträgt unsere Fastenzeit ebenso 40 Tage. Die Fastenzeit endet in der Osternacht.

Die Christen bezeichnen die Fastenzeit als Passionszeit. Denn sie gedenken in der Fastenzeit dem Leiden und Sterben Jesu. In dieder Zeit sollen die Christen ihren eigenen Lebensweg verstehen und sich neu besinnen. Der Islam hingegen hat einen ganzen Fastenmonat, den Ramadan. Dieser gehört zu den Pflichten eines Gläubigen und ist im Koran zu finden. Im Judentum gibt es gleich mehrere Fastenphasen. Jede Fastenphase soll an ein Ereignis in der jüdischen Geschichte erinnern. Aber auch hier geht es hauptsächlich um Besinnung und Dankbarkeit.

Fasten kann aber auch gesundheitliche Gründe haben und somit den Körper reinigen. Häufig ist dann von einer Entgiftung oder Entschlakung die Rede. Durch eine Ernährungsumstellung sollen sich die Organe im Körper selbst regenerieren. Außerden soll der Körper durch die Fastenzeit mehr Ruhe und Kraft bekommen und neue Energie tanken.

Trotzdem ist beim Fasten Vorsicht geboten, da auf eine richtige Ernährungsumstellung geachtet werden soll. Auch der vollständige Verticht auf Lebensmitteln kann dem Körper unnötig stressen. Deshalb ist es wichtig ärztlichen Rat sich einzuholen und sich darüber bestens zu informieren.