Gut zu wissen: Der Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum

Lesezeit: 2 Minuten

Wer nicht jeden Tag frische Zutaten für seine Mahlzeit einkauft, greift auf Verpacktes zurück. In unserer Konsumgesellschaft ist gerade wegen der Haltbarkeit verpackter Lebensmittel beliebt, ein bisschen mehr als eigentlich benötigt in den Einkaufswagen zu legen. Was passiert also häufig? Ein Jogurt, die Wurst oder diverse andere Produkte laufen ab. Oder?

Nein – oder besser gesagt: Es kommt darauf an, um welches Datum es sich auf der Packung handelt. Ist es das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) oder das Verbrauchsdatum? Das ist der entscheidende Punkt, wenn man sich nicht sicher ist, ob der Jogurt wirklich noch genießbar ist.

„Mindestens haltbar bis…“

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt eine Orientierung, bis wann ein Produkt seine spezifischen Eigenschaften bei richtiger Lagerung behält. Das bedeutet jedoch nicht, dass man Lebensmittel nach dem Überschreiten des MHDs wegschmeißen muss. Bei Hefe zum Beispiel kann es nach abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums zur Verminderung ihrer Triebfähigkeit kommen.

Die Kennzeichnung des Mindesthaltbarkeitsdatums ist Pflicht, doch der zur Kennzeichnung Verpflichtete legt es selbst fest. Wahllos oder nach Laune geschieht das natürlich nicht. Es muss sich nämlich durch den Verpflichteten über die voraussichtliche Haltbarkeit eines Produktes vergewissert werden.  Das macht er auf Basis von Lagerversuchen und langjähriger Erfahrung oder auch mit der Hilfe eines lebensmittelchemischen Sachverständigen.

„Verbrauchen bis…“

Das Verbrauchsdatum ist ebenfalls eine Pflichtangabe, kann aber das Mindesthaltbarkeitsdatum ersetzen. Denn Lebensmittel, die in mikrobiologischer Hinsicht als leicht verderblich gelten (z.B. Hackfleisch), müssen mit „verbrauchen bis“ und den jeweiligen Lagerhinweisen gekennzeichnet werden. Es ist dementsprechend aus gesundheitlichen Gründen davon abzuraten, Lebensmittel nach Ablauf des Verbrauchsdatums zu verzehren. Wenn das Verbrauchsdatum abgelaufen ist, dürfen Discounter und Supermärkte diese Produkte auch nicht weiterverkaufen.

Trotzdem erfolgt die Angabe des Verbrauchsdatums vom Lebensmittelhersteller eigenverantwortlich. Dabei muss er sich an entsprechende Vorschriften zum Schutz der Gesundheit und Vorschriften zum Schutz vor Täuschung aus dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch halten.

Die Zuständigkeit der Lebensmittelüberwachung in Deutschland liegt bei den Bundesländern. Praktische Kontrollen der Lebensmittel- und Veterinärüberwachung obliegen dann den Landkreisen und kreisfreien Städten.