Filmkritik “Traumfabrik”: Eine rührende Liebesgeschichte

Lesezeit: 2 Minuten

Berlin 1961: In Potsdam-Babelsberg werden in den DEFA-Filmstudios fleißig Filme produziert. Das Geschäft läuft, es gibt mehr als genug zu tun. Mitten in diese kreative Welt stolpert der junge Emil Hellwerk (Dennis Mojen), der noch nicht wirklich weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll.

Durch seinen Bruder, der bereits in den Filmstudios arbeitet, bekommt er einen Job als Komparse. Doch es kommt alles anders als geplant und Emil wird vom Pech verfolgt. Aber er lernt auch Tänzerin Milou (Emilia Schüle) kennen, die ihn sofort verzaubert. Sie wird zu seiner Motivation und seine Liebe zu ihr der Motor, der den Film am laufen hält. Denn als die Grenze geschlossen wird, steht Emil vor einem großen Problem: Er muss Milou, die inzwischen wieder in Paris ist, irgendwie wiedersehen.

Wer in Traumfabrik eine berührende Liebesgeschichte erwartet, wird nicht enttäuscht. Wer einen Film mit vielen Lachern erwartet, der für gute Stimmung sorgt, wird ebenfalls auf seine Kosten kommen. Allein durch seine Machart ist Traumfabrik nicht die Art von Film, der den Zuschauern an vielen Stellen Tränen entlockt. Das heißt nicht, dass er nicht tiefgründig wäre, doch überwiegend ist der Film eine schön erzählte Familiengeschichte.

Traumfabrik hat zudem mehr zu bieten, als der Trailer verrät. Und trotz aller guten Laune, flossen beim Premierenpublikum durchaus auch Tränen. Zum Schluss wurde sogar lauthals mitgesungen. Nur am Ende hätte man sich noch eine nähere Einstellung gewünscht, Sie werden merken warum.

Dieser Film wird sowohl für einen schönen, vielleicht sogar romantischen Abend zu zweit sorgen, ist aber ebenso geeignet, um ihn sich mit der ganzen Familie anzuschauen. Alle Generationen eingeschlossen. Und ganz nebenbei erhält man einen Einblick in die Filmproduktion der DEFA-Studios zu DDR-Zeiten. Also auch für Filmproduktions-Interessierte nicht die falsche Wahl.

Fazit: 9/10