Das Unwort des Jahres 2017: “Alternative Fakten”

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Das Unwort des Jahres 2017 ist “Alternative Fakten”. Das gab die Jury der “Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres” am 16. Januar in Darmstadt bekannt. 

Vier Sprachwissenschaftlern, ein Journalist und eine Streetart-Künstlerin haben den Begriff, der 65 Mal vorgeschlagen wurde, ausgewählt. Insgesamt gab es 684 Vorschläge für das Unwort des Jahres 2017. Insgesamt 20 Wörter kamen in die engere Auswahl. Der Begriff “Alternative Fakten” hat es letzendlich geschafft.

Die Bezeichnung des Begriffs sei “der verschleiernde und irreführende Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen”. 

Geprägt hat den Ausdruck Kellyanne Conway, eine Beraterin von US-Präsident Donald Trump. Sie behauptete, dass zur Amtseinführung von Trump mehr Zuschauer gekommen seien, als jemals zuvor bei anderen Amtseinführungen anwesend waren.

In Deutschland soll das Unwort des Jahres 2017 “Alternative Fakten” zum Sinnbild für besorgniserregende Tendenzen im öffentlichen Sprachgebrauch geworden sein.

Ein Jahr zuvor war das Unwort des Jahres “Volksverräter”. “Atmender Deckel” oder Wörter wie “Softwareupdate”, “Bio-Deutsche” und “Sprachpolizei” haben es dieses Jahr nicht geschafft. Mal sehen was uns nächstes Jahr erwartet.